Servus Papa, See You in Hell

Genre: Drama - FSK: ab 16 Jahren - Darsteller: Jana McKinnon, Clemens Schick, Leo Altaras, Julia Hummer, Ina Paule Klink, Arsseni Bultmann, Noemi Niolaisen, Aenne Schwarz, Jeanne Tremsal, Steffen Wink,… - Produzenten: Andro Steinborn, Patrick Schorn - Regisseur: Christopher Roth

 

Verleih: Port Au Prince Pictures GmbH - Kinostart: 24.11.2022

 

Inhalt:

Jeanne lebt in der Kommune auf dem Bauernhof, seit sie zwei Jahre alt ist. Ihre Mutter und ihr Vater wohnen in Stadtkommunen und kommen nur selten zu Besuch. Dies ist eines der Gesetze, das Otto, der Herrscher der Kommune, so bestimmt: Kinder wachsen ohne Eltern auf. Die 14-jährige Jeanne kennt keine andere Welt, sie genießt ihr Leben in der Umgebung vieler anderer Kinder in der freien Natur.

Bis sie sich in den 16-jährigen Jean verliebt und ihr Kindheitsparadies Risse bekommt. Denn jetzt verstößt sie gegen Ottos oberstes Gesetz: „Sex ist erlaubt, aber Liebe verboten“. Otto verbannt Jean in die Stadtkommune. Und dann ist da noch Ottos unausgesprochenes Privileg: Er kommt nachts in Jeannes Zimmer und berührt sie. Jeanne aber rebelliert. Und dann rebellieren auch die anderen Kinder – gegen die Erwachsenen und gegen die autoritäre Herrschaft Ottos…

 

Kritik:

„Servus Papa, See You in Hell“ ist eine fast wahre Geschichte und basiert auf den Erinnerungen von Jeanne Tremsal, die in der Mühl-Kommune aufgewachsen ist.

Eine beeindruckende Geschichte mit einem tollen, gelungenen Soundtrack und großartigen Leistungen, allen voran aber von Clemens Schick, der in seiner Rolle als charismatisch-dämonischer Sex-Guru sehr berührend, einfühlsam und fesselnd überzeugt.

Abgerundet wird der Film von einem wunderschönen Soundtrack und traumhaft schönen Landschaftsaufnahmen.

In der ehrlichen, aber auch ernsten sowie ein wenig humorvollen Geschichte geht es um die freie Liebe und es geht darum, dass jeder die gleichen Rechte hat und alle gleich gehandelt werden sollten.

Bei den schauspielerischen Leistungen von Clemens Schick merkt man sofort, dass er vom Theater kommt, denn ein Film- und Fernsehschauspieler wird nie so authentisch spielen, wie ein Theaterschauspieler. Der österreichische Akzent in dem Clemens Schick spricht, macht den Film noch authentischer. Er zeigt in seiner Rolle als „König Otto“, was in ihm steckt und was er kann.

Allerdings ist der Film auch etwas verwirrend. Wenn man sich aber richtig in die Geschichte hineinversetzen kann, so versteht man ihn auch um einiges besser.

Alles in allem ist es auch eine wunderschön erzählte Geschichte, in der es u. a. auch um Freiheit, Mut und Zusammenhalt geht.

 

 

Im Rahmen der Kinotour zu „Servus Papa, See You in Hell“ kamen Clemens Schick und Steffen Wink zusammen mit Jeanne Tremsal und dem Regisseur Christopher Roth am 28. November 2022 nach München ins Atelier Kino, wo sie im Anschluss an die Vorführung für ein kurzes Filmgespräch bereitstanden und Fragen, wie es zu der Verfilmung kam, bereitstanden.