Alaska

Genre: Drama - FSK: ab 6 Jahren - Darsteller: Christina Große, Pegah Ferydoni, Karsten Antonio Mielke, Milena Dreißig, Florian Anderer, Oscar Bloch, Till Demuth, Björn Grundies,… - Produzenten: Jasper Mielke, Karoline Henkel, Arto Sebastian,… - Regisseur: Max Gleschinski

 

Verleih: MissingFilms   - Kinostart: 07.09.2023

 

Inhalt:

Nach dem Tod ihres Vaters begibt sich Kerstin an einen erinnerungsreichen Ort ihrer Kindheit. Sie setzt das rote Kajak ins Wasser und beginnt, über die Mecklenburgische Seenplatte zu gleiten. Zwischen Tourismus und Tristesse wird das Kajak für sie zur schützenden Kapsel – bis sie eines Tages der forschen Alima begegnet, die der im Kreis paddelnden Einzelgängerin endlich die richtigen Fragen stellt. Alima bedeutet dieser Ort nichts. Das kräftezehrende Paddeln, die Ruhe der Natur und das fehlende Funknetz sind ihr nur lästig. Die ebenso stoische wie verletzliche Kerstin ist da eine willkommene Abwechslung, sodass die unterschiedlichen Frauen ihren Weg gemeinsam fortsetzen. Doch nach und nach schleicht sich mit Sören, Thomas und Nina Kerstins Vergangenheit in ihre Reise auf den Seen ein und fordert ihre Zurückgezogenheit endgültig heraus…

 

Kritik:

In „Alaska“ stellt sich die Frage, wie lange man paddeln muss, um sich vom Drama der eigenen Familie zu lösen? In dem Drama zwischen wildromantischer Seenlandschaft dreht sich alles um einsame Flusswanderinnen die heiteren Paddelgruppen scheuen und wieder andere wasserscheu am Ufer ausharren. Die besten Voraussetzungen, um mit der Vergangenheit abzuschließen und zu Verschwinden… Der Film wird in vier Kapiteln erzählt und fängt mit unbeholfener Annäherung der einsamen Protagonistin mit liebevollem Schmunzeln und poetischen Bildern an. Darauf folgt Einsamkeit und Verbundenheit bis hin zur Hochspannung die in der Sommerluft liegt.

Eine hervorragende Geschichte über Kindheitserinnerungen, Flucht und Verlangen.

Es geht aber auch um traumatische Erlebnisse, die so schnell nicht in Vergessenheit geraten.

Wunderschöne Aufnahmen vom Kanu aus treffen auf eine ehrliche Geschichte. Authentische Aufnahmen überzeugen in der Geschichte, die von Rache und Eifersucht geprägt ist.

Alles in allem ist es zwar eine wunderschöne Geschichte, aber auf der anderen Seite ist sie auch ein wenig speziell und eigenartig.

In dem Roadmovie geht es um eine junge Frau, die mit dem Kanu in der Familienvergangenheit paddelt und letztendlich darin ihr ganz persönliches Alaska findet.

Es geht aber auch um Bewältigung vom Tod des Vaters, über den sie durch die Kanufahrt versucht hinwegzukommen und um Erbstreitereien unter Geschwistern.