Rehragout Rendezvous

Genre: Komödie - FSK: ab 12 Jahren - Darsteller: Sebastian Bezzel, Simon Schwarz, Lisa Maria Potthoff, Eisi Gulp, Enzi Fuchs, Gerhard Wittmann, Daniel Christensen, Stephan Zinner, Max Schmidt, Sigi Zimmerschied, Thomas Kügel, Ferdinand Hofer, Eva Mattes, Michael Kranz, Tina Keserovic, Michael Ostrowski, Stefan Betz, Castro Dokyi Affum, Monika Gruber, Sushila Sara Mai, Anna Ewelina,… - Produzenten: Kerstin Schmidbauer, Christine Rothe,… - Regisseur: Ed Herzog

 

Verleih: Constantin Filmverleih - Kinostart: 10.08.2023

 

Inhalt:

„Was gibt´s zum Essen?“ „Nix.“ Paukenschlag am Eberhofer-Hof: Die Oma streikt! Nach gefühlt 2000 Kuchen und noch mehr Schweinsbraten, Semmelknödeln und Kraut beschließt die Oma, sich der familiären Fürsorge zukünftig zu entledigen. Chaos pur! Papa Eberhofer, Franz, Leopold und Susi sollen doch bitteschön endlich mal lernen, sich selbst zu versorgen. Ausgerechnet jetzt übernimmt Susi auch noch vorübergehend Niederkaltenkirchens Rathaus als stellvertretende Bürgermeisterin und reduziert mit ihrer neugewonnenen Macht Franz´ Posten kurzum auf halbtags, damit er sich zukünftig um Sohn Pauli kümmert. Diese Aktion touchiert die Eberhofer´sche Männlichkeit empfindlich. Zum Glück dauert es aber nicht lange, bis eine Krähe ein menschliches Ohr aufgabelt und sich ein eigentlich festgefahrener Vermisstenfall überraschend zu einem verzwickten Mordfall entwickelt, der Franz und Rudi als Ermittler-Dreamteam erneut in Höchstform vereint…

 

Kritik:

„Rehragout Rendezvous“ ist die neunte Verfilmung der beliebten Eberhofer – Romane von Rita Falk. Leider nur, bereits zum zweiten Mal, denn auch beim „Guglhupfgeschwader“ blieb nicht viel vom Buch übrig. Das ist einerseits schade, wenn man ein Buch so zerreißt, denn viele Fans lieben die Filme ja nur wegen der Bücher! Die Besetzung einschließlich der Episodenrollen sind natürlich wie immer sehr gut besetzt. Auch Monika Gruber in ihrer Rolle als Tierbedarf-Verkäuferin läuft in Höchstform auf und das obwohl die Rolle in dem Roman gar nicht vorkommt und von dem Regisseur in die Geschichte reingeschrieben wurde.

Dennoch ist es wieder einmal eine gelungene Verfilmung der Romanreihe von Rita Falk. „Eberhofer“ ist mittlerweile bis weit über die Grenzen von Bayern hinaus Kult.

Mit dem „Rehragout Rendezvous“ ist die Verfilmung wieder top und hochkarätig besetzt und lädt natürlich auch wieder zum Lachen ein. Dem ein oder anderen wird sicherlich auch eine Träne die Wangen runterlaufen.

Alles in allem ist die neue Verfilmung der Eberhofer-Filme wieder unterhaltsamer als die letzte (Guglhupfgeschwader).

Dieses Mal geht es ums Erben und um das Verhalten von Familienmitgliedern wenn sie nichts oder nur den Pflichtteil erben. Sehr real dargestellt, aber trotzdem humorvoll erzählt, so dass der Humor auf keinen Fall zu kurz kommt.

Es geht aber auch um Aufgaben im Rathaus und eine Vertretung des Bürgermeisters, die ganz in ihrem Revier ist und dabei fast vergisst, dass sie nur die Vertretung des Bürgermeisters ist. Sehr gut gespielt von Lisa Maria Potthoff, wenn man bedenkt wie es tatsächlich in den Rathäusern zugeht.

Wer jetzt allerdings nach dem „Guglhupfgeschwader“ geglaubt hat, dass die nächste Verfilmung, nämlich die des „Rehragout Rendezvous“ wieder näher an der Buchvorlage ist, der hat sich getäuscht, denn wer zwar den Film gesehen hat, nicht aber das Buch gelesen hat, wird nie erfahren wer der eigentliche Mörder ist. Auch der „Paul“ wird im Film wieder einmal an der „kurzen Leine“ gehalten und auch wieder ein wenig erniedrigend dargestellt, obwohl er in Wirklichkeit ein richtig schlauer Bursche ist, wenn man bedenkt, dass er dieses Mal seinen Vater sogar bei den Ermittlungen begleiten darf.

Das komplette Gegenteil vom Vater, dem Dorfpolizisten.

Das Buch sollte man auf alle Fälle lesen, denn es ist kein Mörder sondern eine Person, die aus verschmähter Liebe gehandelt hat und eigentlich auch gar keinen Mord begangen hat.

Im Film leben sie noch immer im Saustallt obwohl der Neubau im Buch schon längst fertig und möbliert ist und in der wahren Geschichte, also im Buch sind Charaktere dabei, die im Film nicht vorkommen, aber auch wichtige Personen, wie z. B. die Rolle des „Flötzinger“, der erst zum Ende der Geschichte auftaucht.

Die Geschichte mit der sogenannten „Sauna“ im Wald und den Halluzinationen vom „Franz“ sowie der „Gülle-Grube“ sind auch frei erfunden und so lustig, wie sie manch einer vielleicht findet, aber in der Geschichte haben die Szenen eigentlich nichts zu suchen.

Alles in allem aber wieder einmal rundum gelungene und sehr humorvolle Ermittlungen, die im Vergleich mit dem Buch unterschiedlicher nicht sein könnten, sorgen für ein rundum gelungenes Kinovergnügen!

 

Wer also das Buch noch nicht erworben hat, der kann diesen überall im Buchhandel oder beim DTV-Verlag käuflich erwerben. Mitte Oktober wird dann auch schon der nächste Roman von Rita Falk, das „Steckerlfisch Fiasko“ im Handel erhältlich sein!

 

Nach der Weltpremiere am 31. Juli im Mathäser Filmpalast in München waren die Hauptdarsteller noch auf Premieren- und Kinotour, wo sie u. a. auch in Landshut, Kitzbühl, Unterschleißheim und Neufahrn Halt machten und zahlreichen kleinen und großen Fans für Fotos und Autogramme bereitstanden.