Anemone

Genre: Drama - FSK: ab 12 Jahren - Darsteller: Daniel Day-Lewis, Sean Bean, Samantha Morton, Samuel Bottomley, Safia Oakley-Green, Paul Butterworth, Angus Cooper, JP Conway,… - Produzenten: Dede Gardner, Jeremy Kleiner, Daniel Day-Lewis, Brad Pitt,… Regisseur: Ronan Day-Lewis

 

Verleih: Universal Pictures International Germany GmbH - Kinostart: 27.11.2025

 

Inhalt:

Seit 20 Jahren lebt Ray Stoker zurückgezogen in einer abgelegenen Waldhütte im Norden Englands. Isoliert von seinem früheren Leben und seiner Familie fristet er sein Dasein in Einsamkeit und im Kampf gegen die Natur. Eben dieses Leben holt ihn jedoch ein, als ihn Jem sein Bruder und aktueller Partner seiner Exfrau aufsucht. Er hofft Ray zu überzeugen, seinem Sohn in einer prekären Lage beizustehen und dafür wenigstens kurzzeitig in die Zivilisation zurückzukehren...

 

Kritik:

„Anemone“ ist ein düsteres und zugleich rätselhaftes Familiendrama, dass von den Brüdern Ray und Jem Stoker erzählt wird. Deren Kindheit war von Gewalt, Strenge und religiösem Fanatismus geprägt.

Es ist ein eindrucksvolles Regiedebüt von Ronan Day-Lewis, dass bildgewaltige Welten, kraftvolle Symbolik und eine unheilvolle Klanglandschaft zu einem intensiv aufgeladenen Drama über Schuld, Vergebung und die zerstörerische Macht des Schweigens präsentiert.

„Anemone“ ist eine christliche Geschichte, die u. a. aussagt, dass es nie schön für einen ist, wenn eine geliebte Person einen verlässt.

Traumhaft schöne Aufnahmen in der Natur und am Meer sorgen für ein atemberaubendes Kinoerlebnis.

Der Humor kommt auch nicht zu kurz. Allerdings braucht der Film etwas, bis er die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zieht.

Es geht aber auch um Glaube und sexuelle Neigungen. Ein wenig verwirrend ist der Film aber auch, in Bezug auf die Alkoholexzesse. Die Geschichte sagt aber auch aus, dass man auch mal vergessen und verzeihen muss.

Alles in allem geht es darum, seinen inneren Schweinehund zu überwinden.

In der Geschichte geht es auch darum, dass man mehr miteinander reden soll, um ein besseres Verhältnis untereinander aufbauen zu können.

Nicht zuletzt erinnert der Film an das große Hagelunwetter, dass vor Jahren für etliche Opfer sorgte.