Als wäre es leicht

Genre: Drama - FSK: ab 12 Jahren - Darsteller: David Knors, Cindy Klink, Alex Czerwinski, Wolf Danny Homann, Athena Lange, Joachim Raaf, Marion Kracht, Monika Lennartz,… - Produzenten: Ole Hellwig, Henriette Ahrens, Andreas Schütte, Dirk Decker,… - Regisseur: Milan Skrobanek

 

Verleih: Port au Prince Pictures GmbH - Kinostart: 02.04.2026

 

Inhalt:

Als sich Florian und Kati eines Frühlings in Hamburg begegnen, spüren beide schnell, wie es zwischen ihnen funkt. Dass ihre Beziehung oberflächlich anders ist als die der meisten Paare ist, wissen beide ebenso. Florian ist nämlich blind; und Kati ist gehörlos. Er lebt von Sozialhilfe und kommentiert ehrenamtlich fürs Radio die Spiele seines Herzensvereins St. Pauli – sie versucht, als Fotografin Fuß zu fassen. Die Verhältnisse zu ihren Familien sind angespannt, Kati fühlt sich von ihrer bevormundenden Mutter missverstanden, während Florian den Kontakt zu seinem Bruder Michael und dem gemeinsamen Vater gänzlich abgebrochen hat.

Als sie sich im Dialoghaus Hamburg begegnen, entsteht eine eigene Sprache – jenseits von Worten und Gesten, getragen von Nähe und Mut. Doch ihre unterschiedlichen Lebenswelten und die Erwartungen von Familie und Umfeld stellen die Beziehung immer wieder auf die Probe. Ihre Liebe wirkt für Außenstehende kaum möglich und entfaltet gerade deshalb eine besondere Kraft…

 

Kritik:

„Als wäre es leicht“ ist ein Film, der die Augen öffnen soll. Es geht um Inklusion und wie sich Behinderungen auf eine Liebesbeziehung auswirken. Der Film zeigt, dass auch behinderte Menschen eine normale Liebesbeziehung führen können und im Alltag sehr gut integriert sind. Durch den Film wird auch deutlich gemacht, dass man sich, wenn man taub oder blind ist, nicht nur mit Gebärdensprache verständigen kann, sondern auch auf ganz normalen Weg mit Sprach- bzw. Textnachrichten auf dem Handy…

Es geht auch darum, dass alle Menschen ein Recht darauf haben geliebt zu werden, nicht nur gesunde und reiche Menschen!

Cindy Klink ist auch im wahren Leben gehörlos. Ihre Karriere startete sie als Content-Creatorin auf YouTube. Dort brachte sie ihren Followern die Gebärdensprache bei.

Es wird auch deutlich gemacht, dass Liebe und Zuneigung eine universelle Sprache sind, die alle Menschen verstehen können – unabhängig von ihren körperlichen oder sensorischen Voraussetzungen.

Der Titel des Films ist mehr als passend, denn das Leben ist nicht leicht, wenn man Einschränkungen hat.

Ein wunderschöner, ehrlicher Film über das Leben von jungen Menschen, die mit Einschränkungen leben müssen. Der Film thematisiert all die Probleme die auftauchen, wenn man blind oder taub ist.

Durch die Geschichte wird gezeigt, dass man in Deutschland noch lange nicht so offen lebt wie einem immer vorgemacht wird und außerdem zeigt der Film auch, dass Menschen mit Beeinträchtigung immer noch nicht von allen akzeptiert werden.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Film von den Zuschauern angenommen wird, um ein Zeichen dafür zu setzen, dass es auch behinderte Menschen gibt, die akzeptiert werden wollen.

Alles in allem eine sehr berührende Liebesgeschichte mit tollen Schauspielern, die das Thema, um das es im Film geht, unter die Menschen und in die Politik bringen sollen.