Zentralflughafen THF

Genre: Dokumentation

FSK: ohne Altersbeschränkung

Regisseur: Karim Ainouz

 

Verleih: Piffl Medien GmbH

Kinostart: 05.07.2018

 

Inhalt:

Schon seit einigen Jahren ist der Flughafen Tempelhof nicht mehr in Betrieb. Deshalb wird er für zahlreiche andere Aufgaben verwendet. So auch als Unterkunft für Geflüchtete. Unter ihnen befinden sich der 18-jährige syrische Student Ibrahim und der Physiotherapeut Qutaiba aus dem Irak. Der Regisseur hat die beiden in seiner Dokumentation „Zentralflughafen THF“ über einen Zeitraum von einem Jahr begleitet.

Ibrahim und Qutaiba warten, wie viele andere auch, auf die Entscheidung, ob sie in Deutschland bleiben dürfen oder nicht. Die Zeit verbringen sie mit Deutschunterricht, medizinischen Untersuchungen und dem Kampf gegen die deutsche Bürokratie. Der Regisseur dokumentiert auch den Kontrast zwischen den Geflüchteten in den Hangars des ehemaligen Flughafen und den Berlinern und Touristen, die auf dem Tempelhofer Feld und den ehemaligen Start- und Landebahnen ihrem Alltag zu entkommen versuchen...

 

Kritik:

Zentralflughafen THF“ ist eine interessante und zugleich beeindruckende Dokumentation über die Arbeit mit Geflüchteten, die auf ihre Aufenthaltserlaubnis warten müssen. Leider wird aber durch die Dokumentation der Flüchtlingsstatus wieder sehr verallgemeinert. Sicher gibt es unter den Geflüchteten welche, die nur nach Deutschland kommen, weil sie hier alles bekommen. Es sind aber auch genug dabei, die sich an das Leben in Deutschland anpassen und nicht nur wegen den finanziellen Mitteln hier sind. Eine Erinnerung an die Heimat sollte nie in Vergessenheit geraten, denn überall wo man ist, gibt es schöne Erinnerungen.

Auf alle Fälle aber eine rundum gelungene Dokumentation über die Flüchtlingssituation in Deutschland, die sich auch die politischen Vertreter (aller Parteien) anschauen sollten, um ihr Handeln zu überdenken.