Womit haben wir das verdient?

Genre: Komödie

FSK: ohne Altersbeschränkung

Darsteller: Caroline Peters, Simon Schwarz, Chantal Zitzenbacher, Emily Cox, Anna Laimanee, Hilde Dalik, Pia Hierzegger, Christopher Schärf, Marcel Mohab, Kida Khodr Ramadan,…

Produzenten: Thomas Hroch, Gerald Podgornig

Regisseurin: Eva Spreitzhofer

 

Verleih: Neue Visionen Filmverleih

Kinostart: 24.01.2019

 

Inhalt:

Für die in Wien lebende Wanda, überzeugte Atheistin und Feministin, wird ihr schlimmster Albtraum wahr, als ihre Teenagertochter Nina zum Islam konvertiert, von nun an Fatima heißen und Schleier tragen möchte. Wandas wunderbare Welt des besseren Wissens steht Kopf. Sie wünscht sich die Zeit zurück, als ihre einzigen Probleme im Komasaufen und Kiffen der Tochter bestanden. Plötzlich dreht sich alles um die Frage: Wie bringt man das Mädchen zur Vernunft? So ernst meint es Nina plötzlich mit der Religion, dass es selbst Muslime mit der Angst bekommen. Und so findet Wanda eine unwahrscheinliche Mitstreiterin in der Muslima Hanife, der Mutter von Ninas Freundin Maryam, die für Frauenrechte im Islam kämpft und Ninas Radikal-Religionskur für einen schlechten Einfluss auf ihre Tochter hält.

Als wäre das alles nicht genug, muss ihr Ex-Mann ausgerechnet jetzt noch einmal Vater werden – doch damit lässt sich leben. Denn Wanda war immer lieberal, aufgeklärt und irgendwie super. Aber wenn die eigene Tochter plötzlich das Bad zur männerfreien Zone erklärt, im Burkini schwimmen geht und fünfmal täglich die Gebetsmühle anwirft, droht bei ihr der multikulturelle Geduldsfaden zu reißen. Muss man denn wirklich alles akzeptieren?

 

Kritik:

Womit haben wir das verdient?“ ist ein zugleich deftiges und scharfsinniges Komödienkino mit großartiger Botschaft, wie man es nur in Österreich erlebt.

Zum einen geht es um ferngesteuerte Opfer des Kapitalismus, zum anderen um ein politisches Statement für Solidarität.

Wir leben in einem freien Land wo jeder tragen kann was er möchte. Der eine trägt ein Kopftuch und fühlt sich dem Muslim hingezogen, der andere hat eine Glatze und zählt sich zu den Rechtsradikalisten.

Ein wahrhaft gelungener Film, in dem es um ein politisches Statement der Regisseurin Eva Spreitzhofer geht, die mit dem Film ein Zeichen für mehr Weltoffenheit und Toleranz setzt.

Wir leben in einem freien Land, wo auch für jugendliche Mitbürger Religionsfreiheit herrscht und da gehören Muslime, die Menschen wie du und ich sind, auch dazu. Wir leben noch lange nicht im Mittelalter sondern im Jahr 2019!

So ein Film war lange fällig und sollte auch unbedingt angeschaut werden. Wenn mindestens jeder 2. seine persönliche Einstellung gegen Ausländer ändern würde, gäbe es hierzulande weitaus weniger Ausländerfeindlichkeiten und Rechtsradikalismus.

Jeder einzelne wurde so geschaffen, wie er ist. Der eine ist schwul, der andere eben nicht. Deshalb sollten Eltern ihre Kinder aber nicht zur Hochzeit zwingen. Der Film setzt somit auch ein Zeichen gegen Homophobie! Allah hat einen so geschaffen wie er ist. Das müssen auch die Familienangehörigen akzeptieren.

In erster Linie achtet man auf die inneren Werte eines Menschen und nicht von vornherein aufs Äußere.

Leider gibt es viel zu viele Vorurteile gegen Schwule und Muslime...

Der Soundtrack von „Parov Stelar“ ist auch sehr gelungen. Die Musik ist mitreißend und gefühlvoll zugleich und lädt zu einem wundervollen Kinoereignis mit ernstzunehmender Thematik ein.

Natürlich geht es in der Komödie auch um die typischen Pubertätsprobleme, mit denen sich Eltern von 17-jährigen Jugendlichen herum schlagen müssen.

Der Film erklärt aber auch, was es mit dem Ramadam auf sich hat und dass es darum geht, zu sehen, wie es den Leuten geht, die sich kein Essen leisten können.

Durch den Film soll ein Zeichen gesetzt werden und zeigen wie die Gesellschaft tickt. Es wird auch deutlich gezeigt, wie arrogant manch einer ist.

Gegenüber allen Deutschen sind die Österreicher viel weiter. Allein schon die Botschaft, sich für den Islam zu interessieren und zum Islam überzutreten um ein Zeichen gegen Rechts zu setzen, ist ein Vorbild für uns Deutsche! Ab 24. Januar bundesweit im Kino! Den Film muss man einfach gesehen haben, denn er beweist mal wieder, dass die Österreicher und Deutschen mal wieder Wellenlängen voraus sind.

 

Womit haben wir das verdient?“ feierte im Kino Münchener Freiheit in Anwesenheit der Hauptdarstellerin Chantal Zitzenbacher und Hilde Dalik sowie der Regisseurin Eva Spreitzhofer und dem Produzenten Thomas Hroch eine gelungene und unterhaltsame Premiere, die für jede Menge Begeisterung des Publikums sorgte. Fotos von der München-Premiere gibt es hier https://future-image.de/searchresult.html?event=1&suche=Filmpremiere++Womit+haben+wir+das+verdient++in+M%C3%BCnchen+&daterange=2019-01-21+bis+2019-01-21&fbclid=IwAR0z8fzoE6oYRjw81ha0EQk1SwCMaPoNwDogQmdeUAqYSNKTI87P5ofBYLY !