Weil du nur einmal lebst - Die Toten Hosen auf Tour

Genre: Dokumentation

FSK: ab 6 Jahren

Produzenten: Cordula Kablitz-Post, Benjamin Höller, Christian Jantscha

Regisseure: Cordula Kablitz-Post, Paul Dugdale

 

Verleih: NFP marketing&distribution

Kinostart: 28.03.2019

 

Inhalt:

Die Toten Hosen sind ein Phänomen. Anfang der 80er Jahre in einer brodelnden Düsseldorfer Szene aus der Punk-Bewegung entstanden, füllen ihre Konzerte seit vielen Jahren große Hallen und Stadien. Selbst wer kein ausgewiesener Fan der Band ist, kann viele ihrer Lieder mitsingen. Und dabei haben sich Campino, Breiti, Kuddel, Andi und der später hinzugekommene Vom immer ihre Haltung bewahrt. Eine Einstellung, die den Punk-Ethos widerspiegelt – stets mit einer starken Meinung zu gesellschaftlichen Entwicklungen, die sie öffentlich kundtun. Ohne zu leugnen, dass Musik auch ein Geschäft ist...

 

Kritik:

Man spürt sofort, dass die Regisseure zusammen mit den Toten Hosen auf Tour waren. Das Konzertfeeling, dass der Film rüberbringt, kann nicht einfach so entstehen und ohne das man nur ein einziges Konzert besucht hat. Die Toten Hosen bieten nicht nur intoleranten politischen Strömungen beim Chemnitzer #wirsindmehr-Konzert gegen Rechts die Stirn und zeigen sich verschwitzt und ungeschminkt.

Der Film ist eine hervorragende musikalische Dokumentation für jeden Fan, denn sicherlich kennen nur die wenigsten die wahre Geschichte über die legendäre Punkrockband. Sicherlich geht für manch einen treuen Fan ein Traum in Erfüllung, dass sie nun durch die außergewöhnliche Dokumentation mehr über ihre Lieblingsband erfahren können. Nun ist „Pogo tanzen“ auch im Kino möglich!

Mit jeder Menge Witz und Charme präsentieren sich Campino & Co. Sensationelle Bilder und ein atemberaubender Klang sorgen für ein einzigartiges Kinoereignis.

Die Toten Hosen sind eine Band, die einem mit ihrer Musik auch in schweren Zeiten Halt gibt, denn Punk verbindet!

Wahre Fans kennen all die Lieder. Ganz gleich ob „Bonnie & Clyde“, „Wünsch Dir was“, „Du lebst nur einmal“ oder „Hier kommt Alex“. Die echten Fans können jeden einzelnen Song textsicher mitsingen.

Die Punkband setzt aber auch ein Zeichen gegen Rechts und überzeugen mit gefühlvollen Songs wie „Unsterblich“.

Ein Konzert von den „Toten Hosen“ muss man aber einfach live erlebt haben. So einzigartig und interessant die Dokumentation auch sein mag, aber wer bisher noch kein Konzert live erlebt hat, hat wahrhaftig etwas verpasst. Es ist wie in einer großen Familie, wo alle Zusammenhalten. So ist es auch auf den „Hosen“ Konzerten.

Der Film erzählt auch von den Fanrivalitäten zwischen den Fans der Toten Hosen und der Ärzte, die mal da waren. Rod (Ärzte) ertählt, dass sie schon oft Songs von den Toten Hosen gespielt haben und umgekehrt ist es genauso, die Toten Hosen begeistern auch mit Songs von den Ärzten. Als dann der Ärzte-Song „Schrei nach Liebe“ in der Dokumentation vorkommt, kommen Gefühle auf und alte Erinnerungen werden wachgerüttelt.

Beide Bands finden es wichtig, dass man sich gegen rechts einsetzt und dagegen singt. Die Band „Feine Sahne Fischfilet“ outet sich ebenfalls gegen rechts und der „Hosen“-Song „Willkommen in Deutschland“ ruft zu mehr Zivilcourage auf und dazu nicht wegzuschauen.

Der Film bietet auch lehrreiche Details: So ist z. B. „Wurzelsud“ gut für die Stimme. Ein absolut gelungenes Kinohighlight das Emotionen hervorruft und mit beeindruckenden Aufnahmen überzeugt.

Es ist nicht nur irgendein Film, es ist zugleich eine Dokumentation und eine Biografie über die legendäre Punkrockband, die nicht nur an die Fans der Toten Hosen gerichtet ist, sondern auch an alle anderen Fans von Punk- und Deutschrock! Auf alle Fälle lädt der Film aber zum Mitsingen ein. Die Songs verleihen einem Gänsehaut und lassen Erinnerungen wach werden. Der Film macht obendrein noch Spaß und geht ins Herz! Ein absolutes Muss für alle Fans der Toten Hosen und für solche, die mit den „Hosen“ aufgewachsen sind. Die Konzertstimmung wird in der Biografie sehr gut übermittelt und man bekommt sofort das Gefühl unter den Fans zu sein.

Auch beim Abspann sollte man unbedingt noch sitzenbleiben, da der noch einen kleinen filmischen und musikalischen Zusammenschnitt bereithält und nachdem man den Film dann in aller Ruhe Revue passieren lassen konnte, kann man sich mit der Musik von den Toten Hosen schwungvoll aus dem Kinosaal begleiten lassen.