Warum ich Euch nicht in die Augen schauen kann

Genre: Dokumentation - FSK: ab 6 Jahren - Produzenten: Stewart Le Marechal, Jeremy Dear, Jonny Persey, Stevie Lee, Al Morrow,… - Regisseur: Jerry Rothwell

 

Verleih: DCM Filmdistribution - Kinostart: 31.03.2022

 

Inhalt:

Der Film gibt Einblicke in ein intensives und überwältigendes, aber ebenso sinnliches und bisher eher unentdecktes Universum.

Higashidas bringt uns die Welt des Autismus näher, die er selbst mit 13 Jahren dokumentiert hat – mit intimen Porträts von bemerkenswerten jungen Menschen aus aller Welt, die sein berührendes Schicksal teilen.

Der Dokumentarfilm ist eine intensive Entdeckungstour mit einer klaren Botschaft: „Nicht sprechen zu können bedeutet nicht, dass es nichts zu sagen gibt.“

 

Kritik:

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Naoki Higashida. Der Autor selbst ist Autist und schrieb als junger Teenager sein autobiografisches Buch, das 2007 in Japan erschienen ist und schon in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurde. Mit seiner Beschreibung einer prachtvollen Fülle von unterschiedlichen Realitätserfahrungen, Gefühlen, Impulsen und Erinnerungen, vermag es Higashida wie kaum jemand zuvor, die Welt des Autismus näherzubringen.

„Warum ich Euch nicht in die Augen schauen kann“ ist ein bemerkenswertes Portrait von jungen Menschen aus aller Welt, die Naokis Schicksal teilen. Mit faszinierender Eindrücklichkeit gelingt es dem Film dabei, den neugierigen, feinsinnigen und komplexen Geist in einer Welt ohne Sprache begreiflich zu machen.

Ein Autist ist ein Mensch, der in seiner eigenen Welt lebt, ein Mensch mit besonderen Talenten und Fähigkeiten, aber eben auch ein Mensch mit Gefühlen, die man nicht einfach von sich webschiebt. Besonderer Menschen brauchen besondere Förderungen.

Deshalb gibt es für solche Personen auch eine spezielle Schule, in der sie mit Gleichgesinnten zu tun haben. In einer normalen Schule würde ein autistisches Kind untergehen, er würde von anderen Kindern gemobbt werden.

Die Botschaft wird in der Geschichte sehr gut übermittelt!

Es wird auch gut dargestellt, dass sich autistische Menschen zurückziehen, weil sie sich nicht verstanden fühlen und dass sie dann auch aggressiv werden könnten…

Autistische Menschen sind auch nicht dumm, sie sind sehr intelligent und man muss sie so nehmen wie sie sind!

Autistische Kinder brauchen Zugehörigkeit. Sie leben in ihrer eigenen Welt.

In der Geschichte, die sehr einfühlsam und berührend erzählt ist, geht es auch ums Kämpfen. Es geht darum zu kämpfen, wenn man etwas erreichen will.

Aus der Thematik geht hervor, nicht immer auf andere zu hören, denn wenn einer nichts mehr zu sagen hat, sucht er sich die armen, schwachen oder kranken, auf denen er herumhacken kann

Der Abspann lädt noch einmal mit wunderschöner, besinnlicher Musik zum Sitzenbleiben und Nachdenken ein…