Waren einmal Revoluzzer

Genre: Drama

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Julia Jentsch, Manuel Rubey, Aenne Schwarz, Marcel Mohab, Leona Tronina, Tambet Tuisk, Josef Hader, Johann Bednar,…

Produzenten: Oliver Neumann, Sabine Moser

Regisseurin: Johanna Moder

 

Verleih: Jip Film & Verleih

Kinostart: 09.09.2021

 

Inhalt:

„Wir holen den Pavel nach Österreich!“ Helene und Volker kennen sich schon ewig und sind auch Mitte Dreißig noch gut befreundet. Als moderne, liberale Wiener haben sie sich entschieden, einem russischen Freund – Helenes Ex – zur Flucht nach Österreich zu verhelfen. Schließlich hat sich dieser in seiner Heimat politisch engagiert und ist dadurch in Schwierigkeiten geraten. Doch was die beiden zunächst als Abenteuer begreifen, wird schon bald das Gefüge der alten Freundschaft und ihrer Beziehungen bedrohen. Als Pavel eines Tages – unverhofft mit Frau und Kind – aus dem Zug steigt, beginnt für alle Beteiligten eine aufwühlende Tour aus dem Alltagstrott hinaus und mitten hinein ins (un-)ehrliche Chaos des Lebens…

 

Kritik:

„Waren einmal Revoluzzer“ ist einerseits eine Komödie, andererseits aber auch ein Drama, denn durch die Geschichte, in der es um Flucht geht, soll ausgesagt werden, dass man nicht gleich das ganze Vertrauen in einen Menschen setzen soll, den man vor Jahren mal als besten Freund gesehen hat. Es kann viel passieren und so gibt es auch solche und solche Flüchtlinge. Die einen meinen es ernst und befinden sich tatsächlich auf der Flucht, die anderen wiederum suchen nur eine Wohnmöglichkeit, wo sie sich aufhalten können. Außerdem wird durch die Geschichte auch die andere Seite gezeigt, denn wenn man schon jemanden aufnimmt, der auf der Flucht ist und ein kleines Kind oder einen Säugling dabeihaben, so kann man diese Menschen auf gar keinen Fall von einem Ort zum nächsten schicken. Das ist nicht gut für Babys, die ohnehin schon so viel durch die Gegen geschickt wurden. Gerade Babys und kleine Kinder brauchen einen Ort, an dem sie sich wohlfühlen können und nicht von einer Ecke in die nächste geschickt werden.

In der Thematik des Films geht es auch darum, dass man nicht immer nur geben kann, sondern auch mal an sich denken muss.

Es ist eine harmonische, aber auch komplizierte Familiengeschichte, die aussagt das man vor Problemen nicht davonlaufen soll.

Alles in allem überzeugt der Film mit einer großartigen und vor allem auch ehrlichen Story, hervorragenden schauspielerischen Leistungen und nicht zuletzt auch mit einem gefühlvollen Soundtrack mit Liedern über die Liebe.

 

Am 11. September kamen Regisseurin Johanna Moder und Hauptdarsteller Marcel Mohab zu einem Special-Screening ins Rottmann Kino nach München. Fotos von dem München-Besuch gibt es unter diesem Link… Geisler Fotopresssearchresult (geisler-fotopress.de) !