Und der Zukunft zugewandt

Genre: Drama, Historie

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Alexandra Maria Lara, Robert Stadlober, Stefan Kurt, Barbara Schnitzler, Karoline Eichhorn, Carlotta von Falkenhayn, Stefan Lochau, Jenny Langner, Peer Jäger, Jochen Nickel,…

Produzenten: Eva-Marie Martens, Alexander Martens

Regisseur: Bernd Böhlich

 

Verleih: Neue Visionen Filmverleih

Kinostart: 05.09.2019

 

Inhalt:

1952 in der DDR: Die zu Unrecht verurteilte junge Kommunistin Antonia Berger erreicht nach vielen Jahren in der Sowjetunion das kleine Fürstenberg. Von der sozialistischen Kreisleitung wird sie in allen Ehren empfangen, man kümmert sich um ihre schwer kranke Tochter, gibt ihr eine schöne Wohnung und eine würdevolle Arbeit. Antonia, die dies nach vielen Jahren voller Schmerz und Einsamkeit nicht mehr für möglich gehalten hatte, schöpft neue Hoffnung. Die Solidarität, die sie in dem jungen Land erfährt, erneuert ihren Glauben an die Zukunft im Geiste der Gerechtigkeit. Sie verliebt sich in den Arzt Konrad, der sich gegen das bequeme Leben seiner in Hamburg ansässigen Familie entschieden hat. Antonia gewinnt ein neues Leben und soll dafür einen Preis zahlen: von ihrer Zeit in der Sowjetunion soll sie schweigen. Die Wahrheit, so fürchtet die junge Republik, könnte die so fragile Nation ins Wanken bringen. Antonia wird Teil des Aufbruchs in eine neue und bessere Welt und wird doch stets mit einer Vergangenheit konfrontiert, die nie die ihre war...

 

Kritik:

Mit hervorragender Besetzung ist „Und der Zukunft zugewandt“ eine aufwühlende Geschichte, in der es über Vertuschungen der politischen Machenschaften geht.

Durch den Film wird einem wieder einmal so richtig bewusst, wie gut es einem heute geht.

In der Nachkriegszeit war man froh, wenn man z. B. einen gemeinsamen Ausflug zum Schlittenfahren machen konnte. Da gab noch keine technischen Geräte, wie Handy, Tablet & Co. Da hat man noch Ausflüge mit der Familie unternommen oder hat mit Freunden im Freien gespielt.

Der Film macht wütend, wütend auf die Politik und rührt zugleich zu Tränen.

Die Botschaft, dass es wichtigeres wie Geld gibt, wird auch sehr gut übermittelt.

Die Politik ist eine reine Lüge. Es wird alles vertuscht, was einem nicht passt! Wenn es nicht nach dem geht, was die Politiker einem vorschreiben, wird man gleich verhaftet.

Großartige Leistungen von allen Schauspielern, allen voran Alexandra Maria Lara hat einen richtig berührt. Ein Film, der natürlicher nicht sein kann. Selbst die Nebenrollen sind bestens besetzt und es ist ein sehr spannender und fesselnder Film aus dem Innenleben eines uns bis heute verfolgenden Widerspruchs entstanden.

Unbedingt auch als Schullektüre anbieten, aber nicht nur in den westdeutschen Schulen!