Toubab

Genre: Komödie, Drama

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Faba Dieng, Julius Nitschkoff, Seyneb Saleh, Michael Maertens, Valerie Koch, Paul Wollin, Burak Yigit, Nina Gummich, Uwe Preuss,…

Regisseur: Florian Dietrich

 

Verleih: Camino Filmverleih

Kinostart: 23.09.2021

 

Inhalt:

Nach seiner Entlassung aus der Haft freut sich Babtou riesig auf einen Neuanfang: mit seinem Kumpel Dennis die Freiheit genießen, die Welt umarmen – und nichts mehr mit den Behörden zu tun haben. Doch ausgerechnet seine spontane Willkommensparty läuft dermaßen schief, dass Babtou noch am gleichen Abend die Hände wieder in Handschellen hat. Mit dramatischen Konsequenzen: aufgrund wiederholter Straffälligkeit soll er in sein „Heimatland“ Senegal ausgewiesen werden. Aber Babtou kennt den Senegal nur aus Geschichten seines Vaters. Er ist in Deutschland geboren, seine Heimat ist Frankfurt. Um die drohende Abschiebung in letzter Sekunde zu verhindern, sind Babtou und Dennis zu allem bereit…

 

Kritik:

„Toubab“ ist ein Film, in dem es um wahre Freundschaft, Zusammenhalt, Scheinehe, Abschiebung und Drogen geht. Großartig dargestellt von einer herausragenden Besetzung mit brillanten, schauspielerischen Leistungen.

Es ist ein typisch deutscher Film, der sehr gut thematisiert, wie sich die Behörden gegenüber andersfarbigen verhalten, die zwar in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, aber deren Wurzeln aus einem anderen Land kommen. Da geht man über Leichen, denn kaum das man wiederholt strafffällig wird, wird man abgeschoben. Ganz gleich ob man zu dem fremden Land einen Bezug hat oder nicht. Durch die Geschichte könnte man fast das Gefühl bekommen, die zuständigen Beamten in der Regierung haben keine Lust zu arbeiten und nur weil eben mal ein „andersfarbiger“ nicht in ihren Kram passt und dann noch dazu mehrmals strafffällig wird, schiebt man ihn einfach ab. Ohne groß darüber nachzudenken, was das für ein Mensch ist, wo seine eigentliche Heimat ist. Wenn ein Mensch eine andere Hautfarbe hat, so muss er noch lange nicht aus einem anderen Land kommen.

Für die Regierung ist die Sache klar und einfach, wenn sie zu viel Mist bauen, werden sie abgeschoben, ganz egal ob sie einen Zugang zu dem Land des Vaters / der Mutter oder gar der Großeltern haben…

Es geht um Toleranz und Gerechtigkeit, aber auch darum, dass jeder Mensch eine Chance verdient hat und nicht einfach von oben herab behandelt werden sollte.

Alles in allem ein hervorragender und berührender Film, der zu Tränen rührt und wütend macht!