Tommaso und der Tanz der Geister

Genre: Drama

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Willem Dafoe, Anna Ferrara, Cristina Chiriac,...

Produzenten: Christos v. Kostantakopoulos, Laura Buffoni, Michael Weber, Simone Gattoni,...

Regisseur: Abel Ferrara

 

Verleih: Neue Visionen Filmverleih

Kinostart: 13.02.2020

 

Inhalt:

Tommaso lebt mit seiner Frau Nikki und seiner dreijährigen Tochter in Rom. Für den amerikanischen Künstler, der stets nur den Ausnahmezustand kannte, ist das Familienleben wie das Atmen auf einem fremden Planeten. Vom Leben am Limit und dem unkonventionellen Hedonismus des Künstler-Egos wollte sich Tommaso lösen und als Ehemann und Vater glücklich werden. Doch dafür muss er neu justieren, wie wichtig er sich selbst und seine Ambitionen nehmen möchte. Fernab von der Heimat und jenseits der Verantwortungslosigkeit, die das Künstlerleben erlaubt, stehen jetzt Italienischkurse, Yoga-Stunden und Spielplatz auf dem Programm. Der familiäre Takt schlägt einen neuen Rhythmus an: Einkaufszettel, Kochpläne, Schlafenszeiten, Beziehungsprobleme. Er meditiert, gibt Schauspielunterricht, arbeitet nachts an einem neuen Film und sucht psychologische Unterstützung. Doch die Reste seiner Vergangenheit leben in ihm weiter. Sein künstlerisches Ego insistiert und sucht Tommaso in abgründigen, schmerzhaften Träumen heim...

 

Kritik:

„Tommaso“ ist einer der persönlichsten Filme, die der Regiemeister Abel Ferrara, gemacht hat. Großartig besetzt mit Willem Dafoe als „Tommaso“ hat er sich ein faszinierendes Alter Ego geschaffen, das wie im Brennglas von den Abgründen und Hoffnungen einer neuen Männlichkeit erzählt...

In der Geschichte geht es um Schauspielkurse, Familienleben, Haushalt, aber auch darum, dass man mutig ist, etwas neues aufzubauen. Es geht aber auch um den unruhigen Künstlergeist und die endlose Identitätssuche, durch die der Regisseur seine eigene Hommage an das Werk Fellinis geschaffen hat.

Abgerundet wird die Geschichte, wie soll es anders sein, von traumhaft schönen italienischen Landschaftsaufnahmen und gefühlvoller italienischer Musik.

Nicht zuletzt geht es in der Thematik des Films aber auch um Alltagsprobleme!