Symphony Of Now

Genre: Dokumentation

FSK: ohne Altersbeschränkung

Regisseur: Johannes Schaff

Produzenten: Brendan Shelper, Max Hassemer, Fabian Massah, Marc Malze,...

 

Verleih: NFP marketing & distribution

Kinostart: 12.07.2018

 

Inhalt:

Erinnerst Du Dich an den Augenblick, als Du Dich in Berlin verliebt hast? In diese wilde, raue Stadt, die nur so strotzt vor herzzerreißender Schönheit? Genau dieses Gefühl lotet Symphony of Now aus. Der Film ist eine filmische Ode an die Großstadt, bei der Regisseur Johannes Schaff Fragmente seiner persönlichen Geschichten mit Szenen vom nächtlichen Berlin mischt...

 

Kritik:

Symphony Of Now“ ist angelehnt an den legendären 1927 veröffentlichten Film „Berlin – Die Sinfonie der Grossstadt“ von Walter Ruttmann. Was Ruttmann am Tag drehte und somit die Arbeitswelt mit ihren übermächtig dargestellten Maschinen in den Mittelpunkt stellte, erforschte Schaff vor allem in der Nacht. Er begegnete den Menschen beim Arbeiten, beim kulinarischen Genuss, bei Kunst und Kultur und beim Feiern in den Clubs in völliger Selbstvergessenheit.

Mit „Symphony Of Now“ ist auch ein filmischer Liebesbrief an die Stadt entstanden, der geheimnisvolle Orte und Perspektiven aus der Berliner Nacht zeigt. So ist auch die Entstehungsgeschichte des Films interessant. Zum Originalfilm von 1927 wurde ein Soundtrack komponiert mit elektronischer Musik der Jetztzeit, mit Elementen aus Techno, House, Hip Hop, Wave und Krautrock. Auch die Arbeitsweise an diesem Projekt ist ausgesprochen ungewöhnlich, denn zum fertig komponierten Score hat der Regisseur die Bilder erfunden. Im Gegensatz zu dem Klassiker von Ruttmann konzentrierte sich Schaff auf Bilder aus dem nächtlichen Berlin.

Es ist eine wundervolle Dokumentation über die unterschiedlichsten Klänge des Alltags, die sehr beeindruckend mit Aufnahmen der Hauptstadt dargestellt sind.

Die Verbindung zwischen Klassik und Rock ist mittlerweile nichts neues mehr. Hinzukommen dann noch die Musikrichtungen Hip Hop, Techno und Wave, aus denen eine wirklich originelle und unterhaltsame Mischung entstanden ist.

Es ist auch eine Dokumentation, bei der es einem leicht gelingt in die Musikvielfalt einzutauchen. Ein Vergnügen nicht nur für Musikfreunde. Ganz gleich ob am Flughafen, im Zoo, beim Skateboardfahren oder einfach nur in der Natur, überall sind wir von den zauberhaften, aber auch unterschiedlichsten Klängen umgeben. Überall überrascht uns ein ganz besonderes Klangerlebnis! Die Dokumentation hat auch die richtige Länge. Würde sie länger dauern, bekäme man bei den unterschiedlichen musikalischen Verbindungen sicherlich Kopfschmerzen.

Auf alle Fälle aber beeindruckende Aufnahmen vom Berliner Tag- und Nachtleben, die man so garantiert noch nicht gesehen hat.

Mit den ersten beiden Äkten hätte es aber sicherlich auch gereicht, denn hier hatte man schon einen gelungenen Einblick in die eindrucksvollen Klänge. Mit dem 4. Akt wurde zu viel auf Techno und Hip Hop in einer Warteschlange gesetzt.

Zum Ende hin wird es dann wieder besinnlicher, so dass man noch einmal die Chance zum Genießen und Entspannen bekommt, um den Film noch einmal sitzen und Revue passieren zu lassen und vom Alltag abzuschalten.