Stillstehen

Genre: Drama

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Natalia Belitski, Luisa-Céline Gaffron, Martin Wuttke, Ole Lagerpusch, Matthias Bundschuh, Hildegard Schroedter, Kim Riedle, Katharina Schüttler, Jürgen Vogel, Leslie Malton,...

Regisseurin: Elisa Mishto

Produzenten: Martina Haubrich, Gunnar Dedio, Andrea Stucovitz, Sascha Ring,…

 

Verleih: Farbfilm

Kinostart: 17.06.2021 Online-Kino-Start unter Beteiligung der Kinos: www.alleskino.de bzw. mit Wiedereröffnung der Kinos!

 

Inhalt:

Julie lebt nur nach ihrem eigenen Grundsatz: Nichts tun. Und mit NICHTS meint sie NICHTS: Sie studiert nicht, arbeitet nicht, sie hat keine Freunde. Sie will einfach nur stillstehen. Um sich dem „normalen“ Leben zu entziehen, lässt sich Julie regelmäßig in ihre psychiatrische Wunschklinik einweisen. Hier kennt man sie, hier weiß man wie sie tickt. Dass Julie ohne Gummihandschuhe nicht aus dem Haus geht, oder notfalls auch mal ein Lama aus dem Zoo auf einen Rave entführt, wundert niemanden mehr. Man lässt sie in Ruhe.

Das ändert sich schlagartig als sie erfährt, dass ihr Erbe aufgebraucht ist und Agnes in ihr Leben tritt: eine vermeintlich naive Krankenschwester und ihre neue Betreuerin, die stets bemüht ist, alles richtig zu machen.

Julie erkennt schnell, dass ihr bisheriges perfektes Nichtstun auf der Kippe steht.

Sie fasst einen folgenschweren Entschluss: Um weiterhin stillstehen zu können, muss sie sich bewegen…

 

Kritik:

„Stillstehen“ ist ein durchaus interessanter Film. In der Geschichte geht es einfach nur ums „Stillstehen“ und das man sich bewegen muss, um stillstehen zu können.

Es ist nicht irgendein Film, es ist vielmehr ein Porträt einer Generation, die nichts zu verlieren und nichts zu gewinnen hat. Großartig gespielt von Natalia Belitski und Luisa-Céline Gaffron. Die beiden erwartet sicher noch eine ganz große Karriere, denn mit diesem Film haben die beiden wieder einmal bewiesen, dass sie zwei herausragende Schauspielerinnen sind und es allen gezeigt, was in ihnen steckt.

Die Geschichte ist witzig und warmherzig, aber macht auch ein wenig traurig. Es geht ganz einfach um eine Generation, die nicht weiß, wo sie steht und wo sie hin soll und nicht zuletzt stellt der Film eine Ode an das Leben und den bittersüßen Geschmack von Freiheit dar.

In der Botschaft des Films geht es um psychologische Probleme, wie Zwangs- und Verlustängste.

Aus der Thematik geht hervor, dass man einen Menschen zu nichts zwingen kann, etwas Vernünftiges aus seinem Leben zu machen. Jeder lebt sein Leben so, wie er es für richtig hält. Der eine geht arbeiten, der andere studiert und der dritte wiederum hat zu nichts so richtig Lust und möchte erst einmal so vor sich hinleben.

Großartig besetzter Film und harmonische Geschichte zwischen Natalia Belitski und Luisa-Céline Gaffron.

 

Vor zwei Jahren feierte Regisseurin Elisa Mishto mit ihrem Film „Stillstehen“ auf dem 37. Filmfest in München in Anwesenheit der Hauptdarsteller und Macher des Film eine umjubelte Weltpremiere und jetzt, nach dem Lockdown darf man sich endlich freuen, den großartigen Film im Kino zu schauen. Fotos von der Weltpremiere gibt es unter dem nachfolgendem Link… Elisa Mishto feierte auf dem 37. Filmfest in München die Weltpremiere (pictrs.com) !