Spencer

Genre: Biografie, Drama - FSK: ab 12 Jahren - Darsteller: Kristen Stewart, Timothy Spall, Jack Nielen, Freddie Spry, Jack Farthing, Sean Harris, Stella Gonet, Richard Sammel, Sally Hawkins, Amy Manson,… - Produzenten: Tom Quinn, Juan de Dios Larrain, Jeff Deutch-man, Jonas Dornbach, Maren Ade,… - Regisseur: Pablo Larrain

 

Verleih: DCM Filmdistribution - Kinostart: 13.01.2022

 

Inhalt:

In der Ehe zwischen dem Prinzen und der Prinzessin von Wales herrscht seit Langem Eiszeit. Trotz der wilden Gerüchte über Affären und eine Scheidung wird für die Weihnachtsfeierlichkeiten auf dem königlichen Landsitz Sandringham ein Frieden verhängt. Es wird gegessen und getrunken, geschossen und gejagt. Diana kennt das Spiel. Dieses Jahr wird es eine ganz andere Wendung nehmen…

 

Kritik:

„Spencer“ ist eine Prinzessin, die nur ein Wunder retten kann…

Wer sich mit der Geschichte von Diana auseinandergesetzt hat, für den wird es hier sicherlich nicht recht viel neues geben. Für diejenigen, die weniger mit dem englischen Königshaus zu tun haben und auch keine Ahnung von der Biografie von Lady Di haben, die werden sich wohl ein wenig verloren vorkommen. Kristen Stewart verkörpert Lady Di aber hervorragend und sie überzeugt in ihrer Rolle auf der ganzen Linie. In der englischen Originalfassung wohl eher schwer zu verstehen, da Stewart ziemlich nuschelt, aber wer sich für die eigentliche Geschichte interessiert, der sollte sich den Film auf alle Fälle in der deutschen Synchronfassung anschauen, um etwas vom Inhalt zu verstehen.

Es geht in der Biografie um das Weihnachtsfest auf dem Landsitz mit wunderschönen, berührenden Klängen am Klavier, die für entspannte Momente sorgen.

Oldtimerfans werden auf alle Fälle auf ihre Kosten kommen, genauso Fans von traumhaft schönen Landschaften, die verbunden mit einzigartigen Luftaufnahmen sind. Der Humor kommt natürlich auch nicht zu kurz. Alles in allem eine sehr berührende Geschichte über das Leben von Prinzessin Diana, mit vielen Rückblicken über ihre Kindheit und Jugend. Perfekt besetzt mit einem ausgezeichneten Cast. Auf alle Fälle ein beeindruckendes Bio-Pic über Diana und den britischen Adel.

In der Geschichte wird auch hervorragend dargestellt, dass Diana einen eigenwilligen Kopf hatte. Außerdem zeigt der Film, dass sich die Kinder von Diana, Harry und William, manchmal ein ganz normales Leben gewünscht hätten, ohne sich überall in der Öffentlichkeit sehen zu lassen.

Alles in allem eine ehrliche und unterhaltsame Geschichte, die das wahre Leben des Adels ein wenig ans Licht bringt.

Der Film präsentiert auch den Pressetrubel um Diana und macht deutlich, dass ihr Leben durch und durch verplant ist. Das fängt am Morgen beim Ankleiden an und hört am Abend auf, wenn sie schlafen geht. Sie hat sich auch oft gegen die Anordnungen gesetzt, so hat sie z. B. mal ein Kleid angezogen, dass nicht für den Anlass bestimmt war, weil sie das andere Kleid nicht anziehen wollte.

Man bekommt durch die Biografie auch zu sehen, dass die Kinder bei der Jagd dabei sein müssen, obwohl sie das überhaupt nicht möchten.

Als Person in der Öffentlichkeit muss man sich auch zwingen Dinge zu tun, die man hasst.

Man bekommt auch den Eindruck, dass sich Diana in ihrer Rolle als Königin ganz und gar nicht wohlgefühlt hat.

Genauso wenig geht es nicht um Fehler und Schwächen, es geht nur um den Eid. Diana hat scheinbar Bulimi gehabt, was man aus der Geschichte heraussieht.

Die Sehnsucht nach ihrem alten Leben wird auch sehr gut thematisiert. So wird z. B. auf berührende Weise gezeigt, wie sie einst in ärmlichen Verhältnissen gelebt hat und wie sie jetzt lebt.

Wunderbare Rückblicke über die Kindheit von Diana runden die Geschichte, die von einem großartigen, aber auch gefühlvollen Soundtrack untermalt wird, ab.

„Liebe“ und „Lachen“ sind die beiden Eigenschaften, die Diana gefehlt haben.