Solange ich atme

Genre: Drama, Romantik

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Andrew Garfield, Claire Foy, Tom Hollander, Stephen Mangan, Dean-Charles Chapman, Harry Marcus, Penny Downie, Hugh Bonneville, Sylvester Groth, Diana Rigg,…

Produzent: Jonathan Cavendish,...

Regisseur: Andy Serkis

 

Verleih: SquareOne Entertainment / Universum Film GmbH

Kinostart: 19.04.2018

 

Inhalt:

England in den 50er Jahren: Der erfolgreiche Geschäftsmann Robin Cavendish und die schöne und außergewöhnliche Diane Blacker verlieben sich Hals über Kopf ineinander und heiraten kurz darauf. Als das junge Paar Nachwuchs erwartet, ist das Glück der beiden Liebenden perfekt. Doch im Dezember 1958 wird das Leben der Cavendishs von einem Moment zum anderen auf den Kopf gestellt: Im Alter von nur 28 Jahren wird Robin durch eine Infektion vom Hals abwärts gelähmt.

Gegen alle Widerstände steht Diane Ihrem Mann zur Seite und schenkt ihm durch ihre Hingabe, Liebe und ihrem Mut zu unkonventionellen Entscheidungen seine Freiheit zurück. Zusammen trotzen sie jeglichen Einschränkungen und stecken mit ihrer Lebenslust und ihrem Humor auch alle in ihrem Umfeld an...

 

Kritik:

Solange ich atme“ ist ein atemberaubender und hochemotionaler Film über Lebensfreude und die wahre Liebe, die alle Grenzen überwindet.

Fernab vom „Spiderman“ Klischee präsentiert sich Andrew Garfield in dem Film als einfühlsamen und ernstzunehmenden Schauspieler.

Es handelt sich um eine traumhaft schöne, besinnliche und romantische Liebesgeschichte. Durch den Film wird deutlich gemacht, dass ein Mensch der von heute auf morgen gelähmt ist, noch immer die gleiche Person ist, die sie vor der Lähmung war und immer noch ein Mensch mit Gefühlen ist. Nur weil eine Person behindert ist, kann man nicht einfach über sie bestimmen. Es wird auch deutlich gemacht, dass man einen Mensch, den man liebt nicht einfach fallen lässt, nur weil er auf einmal gelähmt ist. Jeder Mensch hat Gefühle, nicht nur die, die gesund sind.

Der Film zeigt auch deutlich, dass man behinderte Menschen am Leben teilhaben lassen und in die Gemeinschaft integrieren soll. Man darf sie nicht einfach wegsperren oder von der Gesellschaft ausschließen. Jeder Mensch, ganz gleich ob behindert oder nicht behindert, hat ein Recht auf Leben!

Der Film ist eine wunderbare Hommage für eine bessere Integration von Behinderten, die zum Nachdenken anregen soll, aber auch mit einem traurigen, romantischen, sowie gelungenen Finale überrascht.

Ein absolut beeindruckender, einfühlsamer, romantischer und zu Tränen rührender Film mit herausragenden und großartigen Leistungen von Andrew Garfield, der den doch sehr ernsten Film mit ein paar wenigen humorvollen Einlagen aufgeheitert hat.

Sehr authentisch dargestellt, denn das Leben eines Schwerbehinderten ist alles andere als ein wünschenswertes Leben. Dennoch sollte man sich das Leben so schön und angenehm wie möglich gestalten, wozu natürlich auch der Humor zählt, den man nie vergessen darf.