So wie du mich willst

Genre: Drama

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Juliette Binoche, Francois Civil, Nicole Garcia, Marie-Ange Casta, Guillaume Gouix, Jules Houplain, Jules Gauzelin, Charles Berling, Claude Perron,…

Produzent: Michael Saint-Jean

Regisseur: Safy Nebbou

 

Verleih: Alamode Film

Kinostart: 08.08.2019

 

Inhalt:

Die attraktive Literaturdozentin Claire ist 50, alleinerziehende Mutter und steckt in einer schwierigen Beziehung mit ihrem jüngeren Liebhaber Ludo. Um ihn auszuspionieren, legt sich Claire ein falsches Facebook-Profil an und wird zu Clara, einer hübschen 24-jährigen. Alex, Ludos bester Freund, findet Clara online und verliebt sich in sie. Auch Claire findet Interesse an dem jungen Fotografen und es entwickelt sich ein intensiver Chat-Flirt. Obwohl sich alles in der virtuellen Welt abspielt, sind die Gefühle real. Während Claire zusehends dem Sog der Parallelwelt erliegt, möchte Alex sie endlich treffen. Claire gerät immer weiter in Bedrängnis und verliert die Kontrolle über das virtuelle Spiel – bis alle gefährlich nah am Abgrund stehen...

 

Kritik:

Es ist mal wieder ein französischer Film, der mit einzigartigen schauspielerischen Leistungen die Schauspielkunst feiert. „So wie du mich willst“ basiert auf dem Roman von Camille Laurens, in dem es spannungsvoll vom Abdriften in eine unzuverlässige Zwischenwelt geht, in der Realität und Lüge verschwimmen. In der Thematik des Films geht es nicht nur um das Porträt einer faszinierenden Frau, die nicht nur mit ihren eigenen Verletzungen ringt, sondern auch mit universellen Themen wie Einsamkeit und der Angst vom Älterwerden.

Es ist eine spannende und sehr fesselnd erzählte Geschichte aus Realität und Fiktion.

Der Soundtrack ist sehr berührend und einfühlsam.

Bei der Geschichte handelt es sich um eine Erzählung, die sicherlich jeder schon einmal in irgendeiner Form erlebt hat.

Es bleibt auch wieder einmal festzustellen, dass die Filme von den französischen Filmemachern um Wellenlängen voraus sind, im Gegensatz zu unseren deutschen Filmen. Die französischen Filmemacher wissen einfach was zu einem guten Film gehört und wie man die Zuschauer fesselt, aber auch zu Tränen rührt...

Eine kleine Notlüge ist in jedem Fall in Ordnung. Allerdings könnte dies dann aber auch kompliziert werden, denn je länger man lügt und sich in seine Lügen verstrickt, umso schwieriger wird es, sich aus seinen Lügen wieder zu befreien. Je eher man also eine Notlüge wieder beendet, umso schneller wird einem verziehen.

Sehr beeindruckende und berührende Geschichte, die zu Tränen rührt und einem die Augen öffnet.