Sieben Minuten nach Mitternacht

Genre: Fantasy, Drama

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Sigourney Weaver, Felicity Jones, Lewis MacDougall, Liam Neeson, Geraldine Chaplin,…

Produzenten: Belén Atienza, Sandra Hermida, Patrick Ness, Jeff Skoll, Bill Pohlad, Jonathan King,…

Regisseur: J. A. Bayona

 

Verleih: Studiocanal

Kinostart: 04.05.2017

 

Inhalt:

Das Leben des jungen Conor ist alles andere als sorglos: Seine Mutter ist ständig krank, er muss deshalb bei seiner strengen Großmutter wohnen, und in der Schule verprügeln ihn die großen Jungs. Kein Wunder, dass er jede Nacht Albträume bekommt. Eines Tages kommt dann aber alles anders, denn als er mal wieder schweißgebadet, pünktlich um sieben Minuten nach Mitternacht aufwacht, hat sich der alte Baum vor seinem Fenster in ein riesiges Monster verwandelt und spricht mit ihm. Stellt sich die Frage ob es noch zum Traum gehört oder schon Realität ist... Das weise Monster beginnt, ihm Geschichten zu erzählen. Sein ungewöhnlicher Freund kommt nun also jede Nacht und seine Erzählungen führen Conor auf den Weg zu einer überwältigenden Wahrheit...

 

Kritik:

Themen in dem Fantasydrama von dem US-amerikanischen Schriftsteller sind die Tumulte der Kindheit, die helle Freude, die rasende Wut und die dunklen Abgründe...

Die Verwandlung vom Baum zum Monster geschieht in spektakulären Bildern.

Kindgerecht erzählte Geschichten machen durch den Film deutlich, dass nicht alles böse ist, was als böse bezeichnet wird!

Es ist ein Fantasyabenteuer mit einer liebevoll erzählten Thematik und spannenden Momenten. An manchen Stellen so spannend, dass man unter 10-jährige den Film wohl eher nicht alleine anschauen lassen sollte. Die Altersfreigabe ist daher sehr gut festgesetzt!

Durch die Geschichten soll das Loslassen leichter gemacht werden, denn es ist immer schwer einen geliebten Menschen zu verlieren, egal ob wer da ist, der einem Rückhalt bietet oder ob man auf sich alleine gestellt ist. Noch schlimmer ist es, wenn es sich um die eigene Mutter handelt. Die Geschichten, die liebevoll, spannend und fesselnd erzählt sind, sollen dabei helfen besser loszulassen. Wenn man die letzten Minuten mit dem Menschen, den man liebt verbringt, fällt es einem auch leichter loszulassen. Noch leichter ist es, wenn man diese Zeit in seiner alten Umgebung verbringt, denn dadurch erscheint einem auch der Neuanfang leichter.

Der Fantasyfilm ist so berührend erzählt, dass einem gleich selbst die Tränen kommen. Es ist alles in allem ein bildgewaltiges Fantasyspektakel, dass ein wenig an BFG erinnert.

Die Mischung aus Animation und Realverfilmung ist sehr gut gelungen und Felicity Jones beweist wieder einmal, dass eine großartige Schauspielerin in ihr steckt...