Shoplifters - Familienbande

Genre: Drama

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Lily Franky, Ando Sakura, Matsuoka Mayu, Kiki Kirin, Jyo Kairi, Sasaki Miyu,…

Produzenten: Matsuzaki Kaoru, Yose Akihiko, Taguchi Hijiri, Osawa Megumi,…

Regisseur: Hirokazu Kore-Eda

 

Verleih: Wild Bunch Germany

Kinostart: 27.12.2018

 

Inhalt:

Nach einer Diebestour in einer kalten Winternacht treffen Osamu Shibata und sein Sohn Shota auf das kleine, verwahrloste Mädchen Yuri. Kurzerhand tut Osamu das, was der Gelegenheitsarbeiter am besten kann – er „stibitzt“ Yuri und nimmt sie für eine warme Mahlzeit mit nach Hause. Die anfänglichen Bedenken seiner Frau Nobuyo über das neue Familienmitglied sind schnell verflogen. Auch Großmutter Hatsue und Halbschwester Aki, die hinter einem Einwegspiegel in einem Stripclub arbeitet, heißen Yuri in der Enge ihrer alten Behausung willkommen. Umgeben von anonymen Wohnblöcken lebt die bunte Truppe mithilfe von kleinen Betrügereien, Ladendiebstählen und trotz widriger Umstände glücklich zusammen. Bis zu dem Tag, an dem ein unvorhergesehener Vorfall bisher gut geschützte Familiengeheimnisse enthüllt. Jetzt muss sich beweisen, ob diese Menschen mehr verbindet, als ihr Dasein als Kleingauner und Lebenskünstler...

 

Kritik:

Shoplifters – Familienbande“ ist eine sehr beeindruckende Geschichte über ein Paar, dass keine Kinder haben kann und sich die Kinder auf ihren eigenen Weg besorgt haben. Leider aber auf dem falschen Weg, denn hätten sie sich professionelle Hilfe geholt, Tipps und Ratschläge geben lassen, hätte aus ihnen eine liebevolle Familien werden können.

Ein wenig haben dabei aber auch die Behörden versagt, die sich z. B. auch ein wenig um die Familie, die aus ärmlichen Verhältnissen kommt, hätten kümmern können. Dann wäre aus der Familie sicherlich eine ganz normale Familie geworden, die auch die Chance zum glücklich sein verdient hätten. Man konnte ja sehen, dass sie sich liebevoll um die Kinder kümmern, teils sogar besser wie die leiblichen Eltern von dem kleinen Mädchen, dass sie eines Tages auf Diebestour „stibitzt“ haben.

Auf alle Fälle ist es eine sehr einfühlsam erzählte Geschichte, die mit einem dezenten Soundtrack untermalt wurde. Es ist aber auch ein einfühlsames Porträt einer Familie am Rande der japanischen Gesellschaft, die sich auf der einen Seite eher gefühlskalt verhält und sozial korrekt verhält, auf der anderen Seite wiederum die Wärme einer kleinkriminellen Familie in prekären Verhältnissen.