Nurejew - The White Crow

Genre: Biografie, Drama

FSK: ab 6 Jahren

Darsteller: Oleg Ivenko, Adéle Exarchopoulos, Chulpan Khamatova, Ralph Fiennes, Alexey Morozov, Raphael Personnaz, Olivier Rabourdin, Louis Hofmann, Sergei Polunin,…

Produzenten: Ralph Fiennes, Carolyn Marks Blackwood, Andrew Levitas, Francois Ivernel

Regisseur: Ralph Fiennes

 

Verleih: Alamode Filmverleih

Kinostart: 26.09.2019

 

Inhalt:

Paris in den 60er Jahren: Der kalte Krieg befindet sich auf seinem Höhepunkt und die Sowjetunion schickt ihre beste Tanzkompanie in den Westen, um ihre künstlerische Stärke zu demonstrieren. Das Leningrader Kirow-Ballett begeistert die Pariser Zuschauer, aber ein Mann sorgt für die Sensation: der virtuose Tänzer Rudolf Nurejew. Attraktiv, rebellisch und neugierig, lässt er sich vom kulturellen Leben der Stadt mitreißen. Begleitet von der schönen Chilenin Clara Saint streift er durch die Museen und Jazz-Clubs der Stadt, sehr zum Missfallen der KGB-Spione, die ihm folgen. Doch Nurejew genießt den Geschmack der Freiheit und beschließt in Frankreich politisches Asyl zu beantragen. Ein höchst riskantes Katz- und Mausspiel mit dem sowjetischen Geheimdienst beginnt...

 

Kritik:

Die Geschichte beruht auf wahren Ereignissen und ist eine der besten und herausragendsten Leistungen von Ralph Fiennes als Regisseur. „Nurejew – The White Crow“ ist die unglaubliche Geschichte der sowjetischen Ballettlegende Rudolf Nurejew. Es ist eine wunderschön erzählte Geschichte mit Dramatik, Humor, Spannung und einem tollen Soundtrack. Den Film sollte man auch unbedingt in der Originalsprache anschauen, da sonst die Stimmung verlorengeht.

In der Botschaft geht es darum, dass man nie zu alt ist, denn wenn man unbedingt erreichen möchte, muss man dafür kämpfen. Es spielt auch absolut keine Rolle ob man schwul ist, lesbisch oder hetero veranlagt ist. Es bleibt jedem selbst überlassen wie er sein Leben lebt und ob ein Mann mit einem Mann oder einer Frau glücklich zusammen lebt.

In der Geschichte wird auch deutlich gemacht, dass man, wenn man sich für die kulturelle Seite interessiert,auch im Tanzen besser wird.

Auch die Rückblicke, die Nurejew als Kind zeigen, tragen zum besseren Verständnis der Geschichte bei.

Alles in allem geht es um die Frage des Zwecks beim Tanzen. Nicht zuletzt spielt aber auch die Politik wieder eine bedeutende Rolle. Diese Szenen, in denen es u. a. um Abschiebung aus Frankreich geht, machen einen wütend, denn man kann doch einen Menschen, nur weil er nicht aus dem Land kommt, nicht wieder und schon gar nicht mit irgendwelchen Lügen und Intrigen festhalten und in sein Land zurückbringen.

Die Geschichte soll auf alle Fälle all denjenigen, die nicht an sich glauben, aussagen, dass man etwas schaffen kann, wenn man es unbedingt will.

Der Film ist einfach grandios und auf alle Fälle ein absolutes Pflichtprogramm für Ballett-Fans, Liebhaber von klassischer Musik und Fans von Ralph Fiennes.

Tolle Musik, tolle Tänze und nicht zuletzt eine spannende, berührende Geschichte voller Intrigen und ein wenig Romantik, die in dem Film natürlich auch nicht fehlen darf!