Nowhere Special

Genre: Drama

FSK: ab 6 Jahren

Darsteller: James Norton, Daniel Lamont, Eileen O´Higgins, Valerie O´Connor, Laura Hughes, Stella Mc Cusker, Carol Moore, Valerie Kane,…

Produzenten: Roberto Sessa, Cristian Nicolescu, Uberto Pasolini

Regisseur: Uberto Pasolini

 

Verleih: Piffl Medien GmbH

Kinostart: 07.10.2021

 

Inhalt:

Eine kleine Stadt in Nordirland. Der Fensterputzer John hat sein Leben ganz darauf ausgerichtet, sich als alleinerziehender Vater um seinen vierjährigen Sohn Michael zu kümmern. Ihr Leben ist geprägt von den täglichen Notwendigkeiten und Ritualen, von schier grenzenlosem Vertrauen und tiefer, aufmerksamer Liebe.

Was Michael nicht weiß: John hat Krebs. Die wenigen Monate seines Lebens, die ihm noch bleiben, widmet er der Aufgabe, eine neue Familie für Michael zu finden, eine Zukunft, die ihm ein besseres Leben ermöglicht, als es John vergönnt war.

Aber wie kann er seinem Sohn erklären, warum sie jetzt ständig so viele neue Freunde besuchen? Und was ist das: Ein besseres Leben? Eine Villa im Grünen? Der Trubel einer großen Patchwork-Familie? Welche Verbindung soll dieses neue Leben mit dem wirklichen, jetzigen Leben von John und Michael haben? Kennt er seinen Sohn gut genug, um die richtige Entscheidung zu treffen?

Langsam beginnt John zu begreifen, dass er keine Entscheidung für die Zukunft treffen muss, sondern für die Gegenwart. Gemeinsam mit Michael…

 

Kritik:

„Nowhere Special“ ist ein wunderschönes und herzzerreißendes Drama über die Liebe eines Vaters zu seinem Sohn. James Norton überzeugt in der Vaterrolle und Daniel Lamont brilliert als Sohn Michael. Die beiden überzeugen in einer liebevollen, berührenden und einzigartigen Vater-Sohn-Beziehung.

Um ein Kind zu erziehen, kommt es nicht auf Luxus und beste Schulbildung an, es geht um Liebe und Geborgenheit, die sich ein Kind wünscht und keinen Luxus!

Genau das wird in dem berührenden Film präsentiert. Ein Kind muss in keiner Villa aufwachsen. Für ein Kind reicht es, wenn die Eltern Zeit mit ihm verbringen, mit ihm etwas unternehmen oder spielen.

Wenn Eltern ihr Kind nicht aufwachsen sehen können, so ist das traurig. Egal um wen es geht, einem Kind zu sagen, wenn jemand stirbt, ist immer schwer. Deshalb ist es mutig, wenn man sich um ein neues, liebevolles Zuhause für das Kind kümmert.

In der Thematik geht es auch um Arroganz, was sehr gut thematisiert wird, wie z. B. schauen die Leute auf einen herab und demütigen sie noch, wenn man einem ganz normalen Handwerksberuf nachgeht.

Es wird auch sehr gut übermittelt, dass man nicht nachgeben soll, wenn ein Kind bockig ist. Wenn es merkt, dass die Trotzphase nichts bringt, kommen sie von ganz allein wieder an, wenn ihnen das Bocken zu langweilig wird.

Alles in allem ein Film über einen liebevollen Vater, der für seinen Sohn alles tut und das Leben für seinen Sohn nach seinem Tod so regelt, dass es ihm an nichts fehlt.

In der Geschichte geht es auch ums Loslassen und das man sich nur das Beste für sein Kind wünscht. Ob es aber das Beste ist, kann man nach nur einem Vorgespräch nicht in Erfahrung bringen. Diese Erfahrungen müssen die Kinder selbst machen. Man kann nur hoffen, dass man die richtige Wahl bzw. Entscheidung getroffen hat und seinem Kind, bis es soweit ist, das Leben so schön wie möglich zu bereiten.

 

Regisseur Uberto Pasolini kam zum Filmstart persönlich ins City Kino nach München, um den Film dort vorzustellen und Fragen zu beantworten. Fotos von der München-Premiere gibt es hier… Geisler Fotopresssearchresult (geisler-fotopress.de) !