Menschliche Dinge

Genre: Gerichtsdrama - FSK: ab 12 Jahren - Darsteller: Charlotte Gainsbourg, Mathieu Kassovitz, Pierre Arditi, Ben Attal, Suzanne Jouannet, Audrey Dana, Benjamin Lavernhe, Judith Chemla,… - Produzenten: Olivier Delbosc, Christine de Jekel, Yvan Attal - Regisseur: Yvan Attal

 

Verleih: MFA+ FilmDistribution - Kinostart: 03.11.2022

 

Inhalt:

Man könnte meinen, die Farels wären eine Familie wie aus dem Bilderbuch: Jean Farel ist ein prominenter Fernsehjournalist, seine Frau Claire eine Intellektuelle, bekannt für ihr feministisches Engagement, ihr gemeinsamer Sohn Alexandre ist gutaussehend, sportlich und studiert in Kalifornien an einer Eliteuni. Bis eines Tages die Polizei vor der Tür steht: Ausgerechnet die 16-jährige Tochter von Claires neuem Lebensgefährten hat Anzeige wegen Vergewaltigung gegen Alexandre erstattet. Die glanzvolle Fassade zeigt gefährliche Risse, und das Leben aller gerät aus den Fugen, „wegen eines Aktes von 20 Minuten“ – ein Satz, für den Alexandres Vater einen Twitter Shitstorm kassiert…

 

Kritik:

Wo fängt eine Vergewaltigung an? Was genau ist sexueller Konsens? Wo liegen die Grenzen von Lust? All das sind Fragen, die spätestens seit #MeToo dringend diskutiert werden müssen und in dem spannenden Thriller gestellt werden…

Das atemberaubende Drama mit einer herausragenden Charlotte Gainsbourg in der Hauptrolle basiert auf dem gleichnamigen Bestsellerroman „Menschliche Dinge“ und ist inspiriert von dem „Fall Stanford“.

In der Thematik der Geschichte geht es darum, dass alle gleich behandelt werden sollten. Wenn deutsche Bürger bestraft werden, so sollte man ausländische Bürger genauso bestrafen.

Die Geschichte zeigt, wie schnell man durch Lügen und Intrigen ein Leben zerstören kann. Ganz gleich ob das Opfer oder der Täter lügt: Eines ist jedenfalls sicher, der Film überzeugt von hervorragenden und aussagekräftigen schauspielerischen Leistungen, die von allen Schauspielern beeindruckend und einfühlsam gespielt wurden.

Berührende Musik rundet die ernste Geschichte ab, die sicherlich noch sehr viel Erklärungsbedarf gehabt hätte. Dazu hat man ja nun genügend Zeit, um das Buch zu lesen, dass die Geschichte sicherlich um einiges ausführlicher erzählt.

Die Geschichte überzeugt mit einer sehr gut dargestellten und auch ausgearbeiteten Gerichtsverhandlung, auch wenn der Film durch manche Szenen zu lange

Und ausführlich ausgearbeitet ist. Im Kino ist jedenfalls keine Minute zu lang und hinzukommt, dass der Film auch sehr fesselnd erzählt ist!