Martin Eden

Genre: Drama

FSK: ab 6 Jahren

Darsteller: Luca Marinelli, Jessica Cressy, Denise Sardisco, Vincenzo Nemolato, Carmen Pommella, Elisabetta Valgoi, Marco Leonardi, Autilia Ranieri,…

Regisseur: Pietro Marcello

Produzenten: Pietro Marcello, Beppe Caschetto, Thomas Ordonneau, Cécile Tollu-Polonowski,…

 

Verleih: Piffl Medien GmbH

Kinostart: 26.08.2021

 

Inhalt:

Als sich der Matrose Martin Eden in die großbürgerliche Elena Orsini verliebt, merkt er bald, dass sein Charme allein nicht reicht, um ihr Herz und das ihrer Eltern zu erobern. Ungestüm beginnt er, seine bescheidene Bildung zu erweitern. Er liest jedes nur verfügbare Buch, lernt, das Schreiben wird seine Leidenschaft. Kaum einer glaubt an ihn, selbst Elena verfolgt seine Arbeit mit nachsichtiger Herablassung. Das ändert sich erst, als Martin Eden den Bohemien Russ Brissenden kennenlernt, der das ungeheure Talent des radikalen Individualisten erkennt…

 

Kritik:

„Martin Eden“ ist der autobiografische Roman von Jack London, der nun von Regisseur Pietro Marcello in ein Neapel des frühen 20. Jahrhunderts versetzt wurde. Eine Rise-and-Fall-Geschichte, die mit den politischen Prozessen Europas in ein bildgewaltiges Abenteuer verarbeitet wurde. Ein Abenteuer, dass nicht nur bildgewaltig ist, sondern auch spürbar. Mit diesem Film wird Neapel spürbarer denn je…

Nicht zuletzt ist die autobiografische Verfilmung mit hochkarätigen Schauspielern besetzt.

Der Film gibt bestens wieder, dass man sich gegen Armut wehren soll und sich von der Regierung nicht alles gefallen lassen darf.

Die Italiener wissen einfach was einen guten Film ausmacht. Da passt einfach alles zusammen, angefangen von einer guten Geschichte bis hin zum Soundtrack, der sehr berührend und romantisch ist.

Spannung und Humor sind genauso wichtig, wie die Schauspieler, die in italienischen Filmen immer bestens miteinander harmonieren und für einen rundum gelungenen Film sorgen.

Es wird auch auf beeindruckende Weise präsentiert, dass man nicht immer die beste Bildung braucht, die von einem abverlangt wird, um etwas zu erreichen. Das geht auch mit etwas weniger Bildung.

Alles in allem wird auch eine berührende und romantische Liebesgeschichte zwischen Arm und Reich präsentiert, durch die auch gut die Thematik, in der es u. a. auch um Arroganz geht, hervorgehoben wird.

Nichts destotrotz ist es aber eine wirklich gelungene Verfilmung über die ehrliche Geschichte um den Kampf aus der Armut herauszukommen, gegen alle Vorurteile der Menschheit, die in allem nur das Schlechte sehen.

Nicht zuletzt ist es ein Film über eine Liebe, die von allen Seiten mit den Füßen getreten wird, gegen die von allen integriert wird.

Es geht um Macht, um soziale Gerechtigkeit, aber auch um Manipulationen.

Nicht zuletzt geht es darum, dass die Armen die gleichen Rechte haben sollten, wie die Reichen! Der Film lässt die Konfrontation von gesellschaftlichen Klassen deutlich spüren…