Mackie Messer - Brechts 3Groschenfilm

Genre: Drama

FSK: ab 6 Jahren

Darsteller: Lars Eidinger, Tobias Moretti, Hannah Herzsprung, Joachim Krol, Claudia Michelsen, Britta Hammelstein, Robert Stadlober, Peri Baumeister, Christian Redl, Meike Droste, Godehard Giese, Max Raabe,…

Produzenten: Michael Souvignier, Till Derenbach, Daniel Mann,…

Regisseur: Joachim A. Lang

 

Verleih: Wild Bunch Distribution

Kinostart: 13.09.2018

 

Inhalt:

Nach dem überragenden Welterfolg von „Die Dreigroschenoper“ will das Kino den gefeierten Autor des Stücks für sich gewinnen. Doch Bertolt Brecht ist nicht bereit, nach den Regeln der Filmindustrie zu spielen. Seine Vorstellung vom „Dreigroschenfilm“ ist radikal, kompromisslos, politisch, pointiert. Er will eine völlig neue Art von Film machen und weiß, dass die Produktionsfirma sich niemals darauf einlassen wird. Ihr geht es nur um den Erfolg an der Kasse. Während vor den Augen des Autors in seiner Filmversion der Dreigroschenoper der Kampf des Londoner Gangsters Macheath mit dem Kopf der Bettelmafia Peachum Form anzunehmen beginnt, sucht Brecht die öffentliche Auseinandersetzung. Er bringt die Produktionsfirma vor Gericht, um zu beweisen, dass die Geldinteressen sich gegen sein Recht als Autor durchsetzen... Ein Dichter inszeniert die Wirklichkeit – Das hat es noch nie gegeben!

 

Kritik:

Die Dreigroschenoper“, wie man sie noch nie gesehen hat: anspielungsreich, überbordend musikalisch und frech... „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“ überzeugt mit ausgezeichneter Besetzung. Allen voran Lars Eidinger als Brecht und Tobias Moretti als Macheath bilden ein hervorragendes Duo in der Verfilmung.

Es ist eine beeindruckende Verfilmung des Operettenklassikers von Brecht, die mit reichlich Humor überzeugt. Die Geschichte ist sehr schön mit anzuschauen und überzeugt nicht nur Fans. Die Songs aus der Oper(ette) machen den Film zu einem wundervollen Musicalfilm, der keineswegs langweilig wird oder zu langatmig erscheint.

Die Armut wird in dem Film auch auf beeindruckende, einfühlsame Weise hervorgehoben. Tänzerisch und musikalisch ist die Verfilmung auf hohem Niveau und der Bogen zwischen Arm und Reich wird auch gut dargestellt.

Alles in allem geht es in der Geschichte um Macht, Ruhm, Armut und Intrigen. Auch politisch wird in der Story einiges geboten. So stellt sich z. B. auch die Frage ob es denn keine richtigen Leute mehr an der Spitze des Staates gibt und warum man nicht Geschäftsleute anstelle von Parteiangehörigen nimmt? Möge die Zeit kommen...