Lotti oder der etwas andere Heimatfilm

Genre: Drama, Komödie

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Marion Mitterhammer, Jessika Weiß, Joyce Schenke, Diana Kölling, Dr. Susanna Bednarzik, Michaela Hirschfeld, Vanessa Lenk, Anna Neuschulz, Christian Feine, Andreas Schieke, Dirk Kölling, Gregor Mühlhaus, Jan Luca Werny, Christian Anderhold, Thomas Rohmer, Bruno Jonas, Bojana Golenac (Synchronstimme Lilli),…

Regisseur: Hans-Günther Bücking

Produzenten: Hans-Günther Bücking, Marion Mitterhammer

 

Verleih: Busch Media Group / Camino Filmverleih

Kinostart: 28.05.2020

 

Inhalt:

Lotti Funke kehrt nach zehn Jahren in Wien wieder in ihre alte Heimatstadt Bleicherode in der thüringischen Provinz zurück. Dort wird sie jedoch nicht mit offenen Armen empfangen, was nicht bloß daran liegt, dass sie damals ihre sechsjährige Tochter einfach bei ihrer alten Mutter zurückgelassen hat. Als Paradiesvogel und ehemaliger Pornostar sorgt Lotti mit ihrer forschen und koketten Art für reichlich Getuschel und verdrehte Köpfe. Denn nicht alle Einwohner Bleicherodes sind ihr wohlgesonnen – was es ihr nicht leicht macht, Fuß zu fassen und die zerstörte Beziehung zu ihrer entfremdeten Teenager-Tochter zu retten...

 

Kritik:

Ein richtig toller und wunderschöner deutscher Heimatfilm mit hervorragenden Aufnahmen von Thüringen, aber auch mit großartiger Besetzung, die für den Film bestens gewählt wurde. Besonders Marion Mitterhammer als „Lotti“ ist die perfekte Besetzung. Die Rolle ist wie für sie gemacht. Sie spielt die Rolle wirklich sehr berührend und ernst, zeigt aber zugleich, dass in dem Film auch jede Menge Humor steckt.

Durch den Film wird mal wieder gezeigt, wie schwer es ist, jemandem zu verzeihen, wenn man von ihm jahrelang nichts gehört hat. Der Film zeigt aber auch, wie ungerecht die Welt und die Menschen sein können und wie schnell die Leute von etwas voreingenommen sind, ohne die Person erst einmal richtig zu kennen. Die Menschen sind leider viel zu schnell dabei, ihre Mitmenschen zu verurteilen, wenn sie sich anders als die Allgemeinheit verhalten. In der Botschaft des Films geht es aber nicht zuletzt um Verzeihen, Arroganz und Versöhnung, sondern auch um eine berührende, ernstzunehmende Mutter-/Tochter-Geschichte, die rührender nicht sein kann und bestens von Marion Mitterhammer als Mutter und Joyce Schenke als Tochter dargestellt wird.

Tragik, Komik, Witz und eine Prise Erotik, skurrile und zutiefst herzerwärmende Begegnungen liegen in dem Film ganz nah beieinander.