Le Prince

Genre: Drama, Romantik

FSK: ab 6 Jahren

Darsteller: Ursula Strauss, Passi Balende, Nsumbo Tango Samuel, Victoria Trautmansdorff, Alex Brendemühl, Hanns Zischler, Douglas Gordon,…

Produzenten: Maren Ade, Jonas Dornbach, Janine Jackowski

Regisseurin: Lisa Bierwirth

 

Verleih: Port au Prince Pictures GmbH

Kinostart: 30.09.2021

 

Inhalt:

Im Frankfurter Bahnhofsviertel begegnen sich zwei Menschen deren Lebenswelten unterschiedlicher kaum sein könnten. Monika ist Mitte vierzig und gehört als Kuratorin zur kulturellen Elite der Stadt. Als sie zufällig in eine Razzia gerät, trifft sie Joseph, einen kongolesischen Geschäftsmann, der Investoren für eine Diamantenmine im Kongo sucht und sich zwischenzeitlich mit Import-/Export-Geschäften über Wasser hält. Aus diesem ungewöhnlichen Zusammentreffen entsteht eine intensive Liebesgeschichte. Doch während die beiden glauben, gegen alle äußeren Widerstände und Vorurteile bestehen zu können, schleicht sich nach und nach ein gegenseitiges Misstrauen in die Beziehung. Unaufhaltsam wird ihr Leben zur Bühne postkolonialer Konflikte. Ist es für Monika und Joseph überhaupt möglich, sich auf Augenhöhe zu lieben?

 

Kritik:

Inspiriert von der Geschichte ihrer Mutter hinterfragt Lisa Bierwirth in ihrem Langfilm-Regiedebüt „Le Prince“ lebensnah und präzise, wie sich postkoloniale Strukturen und Machtverhältnisse in einer europäisch-afrikanischen Beziehung widerspiegeln können. Erzählt wird die Geschichte von den Fallstricken, aber auch dem Mut, eine Liebe im Spannungsfeld gesellschaftlicher Konventionen zu leben.

Großartig besetzt ist der Film mit der hervorragenden österreichischen Schauspielerin Ursula Strauss und dem französisch-kongolesischen Rapper Passi Balende, die in ihren Rollen brillieren und perfekt aufeinander abgestimmt sind.

„Le Prince“ ist eine herzerwärmende Geschichte mit einer romantischen Liebesgeschichte, aber es geht auch um typische Probleme mit den Behörden.

In der Botschaft des Films geht es aber auch um Intrigen und Machtkampf und es geht auch hervor, dass es nicht schlimm ist, einen ganz normalen Job anzunehmen, denn die wahre Liebe ist mehr wert als alles Geld der Welt.

In dem Film dreht sich alles um Vorurteile Andersfarbigen gegenüber.

Der Film macht wütend, was die Toleranzgrenze betrifft. Es geht aber auch um Vertrauen, Naivität, aber auch ums Verzeihen und nicht zuletzt zeigt der Film wieder einmal sehr deutlich, wie gutgläubig man ist.

Alles in allem sind alle Menschen gleich und langsam ist es an der Zeit, dass diese Rassenteilung aufhört, denn egal ob schwarz oder weiß, arm oder reich, alle Menschen sind gleich.