Kids Run

Genre: Drama

FSK: ab 16 Jahren

Darsteller: Jannis Niewöhner, Lena Tronina, Carol Schuler, Oliver Konietzny, Sascha Gersak, Eline Doenst, Giuseppe Bonvissuto, Sophia Demer,…

Regisseurin: Barbara Ott

Produzenten: Gabriele Simon, Martin Heisler, Stefanie Plattner, Ekrem Ergün,…

 

Verleih: Farbfilm Verleih

VoD-Start: 03.06.2021

 

Inhalt:

Andi, überforderter Vater dreier Kinder, lebt als Tagelöhner in ständiger Geldnot und bekommt seine Aggressionen, die ihn von einer Bredouille in die nächste hieven, einfach nicht unter Kontrolle. Eigentlich will er nichts anderes, als seine Exfreundin Sonja wieder zurück. Doch die hat längst einen Neuen und droht, ihm die gemeinsame Tochter zu entziehen – sollte Andi es nicht schaffen, das Geld, das er ihr und ihrem Freund schuldet, innerhalb weniger Wochen zurückzuzahlen.

Als Andi begreift, was auf dem Spiel steht, entschließt er sich, zu kämpfen – um ein paar Tausender, die all seine Probleme lösen könnten, um die Liebe seiner Kinder und nicht zuletzt um sein schlichtes Recht, ihr Vater bleiben zu dürfen…

 

Kritik:

„Kids Run“ ist zwar kein Sozialdrama, dafür aber vielmehr ein Drama um eine tiefe, universelle, radikale und zugleich poetische Geschichte, in der es um Armut, Mittellosigkeit und die Liebe zu den eigenen Kindern geht.

Es ist ein Film, der sehr gut in die heutige Zeit passt, in eine Zeit voller Armut. Leider hätte es aber weitaus mehr Perspektiven für einen alleinerziehenden Vater gegeben. Die Geschichte ist noch lange nicht auserzählt. Es wird in keiner Silbe erwähnt, dass sich der Vater Unterstützung von Sozialamt und ähnlichen Einrichtungen hätte holen können. In einer solch aussichtslosen Lage braucht man sich nicht zu schämen und da hat man ein Recht auf Unterstützung. Normal würde einem Menschen mit geringem Einkommen Sozialhilfe oder ähnliche Leistungen zustehen. Von alledem ist in dem Film nie die Rede, auch von anderer sozialer Unterstützung nicht. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine Unterstützung zu beantragen.

„Kids Run“ ist eine ehrliche Geschichte über Armut und Erziehung und darum, für seine Familie alles zu tun, was in seiner Macht steht.

In dem Film geht es um den ganz normalen Alltagswahnsinn von Alleinerziehenden. Jannis Niewöhner verkörpert den Alleinerziehenden Vater jedenfalls sehr gut und voller Gefühl. Der Film thematisiert auf beeindruckende Weise, dass man für seine Kinder alles versucht, damit sie ein schönes Leben haben, selbst wenn einem von überall Steine in den Weg gelegt werden.

Ein Film, der auf einfühlsame Weise die Armut bei Alleinerziehenden Familien thematisiert. Ein durchaus wichtiger Film, der eigentlich ins Kino gehört, aber hoffentlich auch über die Streamingdienste zahlreich aufgerufen wird.

Auf alle Fälle dient der Film als Botschaft und zur Aufklärung für all diejenigen, die in Armut leben.