Gelobt sei Gott

Genre: Drama

FSK: ab 6 Jahren

Darsteller: Melvil Poupaud, Denis Ménochet, Swann Arlaud, Éric Caravaca, Francois Marthouret, Bernard Verley, Josiane Balasko, Martine Erhel, Hélène Vincent, Francois Chattot, Frédéric Pierrot,…

Produzenten: Eric Altmayer, Nicolas Altmayer

Regisseur: Francois Ozon

 

Verleih: Pandora Filmverleih

Kinostart: 26.09.2019

 

Inhalt:

Alexandre lebt mit Frau und Kindern in Lyon. Eines Tages erfährt er per Zufall, dass der Priester, von dem er in seiner Pfadfinderzeit missbraucht wurde, immer noch mit Kindern arbeitet. Er beschließt zu handeln und bekommt bald Unterstützung von zwei weiteren Opfern, Francois und Emmanuel. Gegenseitig geben sie sich Kraft und kämpfen gemeinsam dafür, das Schweigen, das über ihrem Martyrium liegt, zu brechen. Ihr Widerstand formiert sich und wird zu einer Lawine, die am Ende nicht mehr aufzuhalten ist...

 

Kritik:

Francois Ozon hat die tatsachengetreuen Ereignisse um den Missbrauchsskandal in Lyon in einem fiktionalen Film verarbeitet. Atemlose Bilder, immer im Wettlauf mit den aktuellen Entwicklungen, verleihen „Gelobt sei Gott“ eine emotionale Wucht, der man sich kaum entziehen kann.

In „Gelobt sei Gott“ wird ein sehr ernstes Thema behandelt, über das man schon lange hätte sprechen müssen. Die Geschichte ist beeindruckend und zu Tränen rührend erzählt. Es macht einen auch wütend, wenn man bedenkt, dass so ein Mensch frei rumläuft und sich niemand gegen solche Leute zur Wehr setzt.

Es reicht aber nicht, den Täter alleine zu verklagen. Wenn dann muss man diejenigen, die dahinter stehen, wie z. B. die Kirche, Politiker, etc..., die jahrelang nur zugeschaut haben, zur Rechenschaft ziehen, da diese mindestens genauso bestraft werden sollten.

Durch den Film soll Mut gemacht werden. Es soll all denjenigen Mut gemacht werden, denen ähnliches zugestoßen ist, sich zur Wehr zu setzen, denn nur gemeinsam ist man stark.