Foxtrot

Genre: Drama, Kriegsfilm

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Lior Ashkenazi, Sarah Adler, Yonatan Shiray, Gefen Barkai, Dekel Adin, Shaul Amir, Itay Exlroad,…

Produzenten: Michael Weber, Viola Fügen, Eitan Mansuri, Cedomir Kolar,...

Regisseur: Samuel Maoz

 

Verleih: NFP marketing & distribution

Kinostart: 12.07.2018

 

Inhalt:

Ein Klopfen an der Tür verändert das Leben des wohlsituierten Tel Aviver Architekten Michael und seiner Frau Dafna. Die Nachricht vom Tod ihres Sohnes Jonathan, der gerade seinen Militärdienst leistet, wirft Leben, Psyche und Ehe des Paars aus der Bahn. Getrieben von tiefer Trauer und Verständnislosigkeit entwickelt sich in Michael ein Sturm aus rasender Wut, geprägt von Unsicherheiten und Traumata. Doch plötzlich nimmt die Geschichte eine unvorhersehbare Wendung, die das Schicksal der ganzen Familie in eine neue Richtung lenkt...

 

Kritik:

Foxtrot“ ist nicht nur ein bewegendes Drama in drei Akten über Schicksal, Zufall und Fügung, über nationale und persönliche Traumata, sondern auch eine bestechende Anti-Kriegs-Parabel: Radikal und verstörend, grausam und poetisch... Durch den Film wird zum Nachdenken über den palästinensisch-israelischen Konflikt aufgefordert.

Es ist auf alle Fälle ein sehr bewegender und zu Herzen gehender Film. Die Schauspieler, die die Eltern des verstorbenen spielen, sind einfach einzigartig. Der Tod eines Kindes geht dem Vater mindestens genauso nach wieder Mutter.

In dem Film geht es aber um erster Linie um Irrtümer. Auch bei den Behörden kann mal ein Irrtum passieren. Den sollte man dann aber auch zugeben und schnellstmöglich aufklären. Das ein liebender Familienvater nicht glücklich darauf reagiert, wenn sein Sohn für „Tod“ erklärt wird, ist natürlich verständlich.

Der Film wird von einem ruhigen und gefühlvollen Soundtrack geprägt, aber nicht zuletzt ist der Film auch ein wenig verwirrend und verstörend.

Eines ist aber sicher: „Foxtrott“ ist ein wunderschöner Tanz für Verliebte, der natürlich im gleichnamigen Film auch getanzt wird. Die Schritte des Tanzes bedeuten soviel wie „Wohin du auch gehst, du landest immer wieder beim Ausgangspunkt...“

Die Geschichte macht traurig, ist tiefgehend und heitert mit humorvollen Szenen ein wenig auf. Auf alle Fälle ist „Foxtrot“ aber ein unvorhersehbarer Film, den man unbedingt gesehen haben muss!