Falling

Genre: Drama

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Lance Henriksen, Viggo Mortensen, Terry Chen, Laura Linney, Sverrir Gudnason, Hannah Gross, Bracken Burns, Gabby Velis, Henry Mortensen,...

Regisseur: Viggo Mortensen

Produzenten: Daniel Bekerman, Chris Curling, Viggo Mortensen

 

Verleih: Prokino Filmverleih

Kinostart: 12.08.2021

 

Inhalt:

John lebt mit der Wut seines Vaters, seit er denken kann. Auch im Alter macht Willis keinen Hehl daraus, dass er den Lebensstil seines offen homosexuell lebenden Sohnes zutiefst verabscheut. Einst versuchte der nach außen hin so stark wirkende Mann aus dem Mittleren Westen seinen Sohn zu einem echten Mann zu erziehen – doch der weltoffene, tolerante John distanzierte sich als Erwachsener vollständig vom männlichen Rollenbild seines Vaters, das sich durch Aggressivität und Engstirnigkeit auszeichnet. Als Willis mit einer beginnenden Demenz kämpft, nimmt ihn John trotz der schmerzhaften Erinnerungen an die gemeinsame Vergangenheit in sein Haus in Kalifornien auf. Dort lässt Willis den unkontrollierbaren, negativen Gefühlen gegenüber seinem Sohn freien Lauf. Plötzlich hat John die volle Verantwortung für denjenigen Mann, der ihm im Leben am meisten weh getan hat…

 

Kritik:

Mit „Falling“ hat Viggo Mortensen nun seine erste Regie-Arbeit mit Bravour gemeistert. Es ist ein berührender Film über das Verhältnis zwischen Erinnerung, Identität und den eigenen familiären Wurzeln. Mit der Geschichte ist eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit dem Mikrokosmos Familie als Sinnbild für die amerikanische Gesellschaft und ihren Versuch, Brücken zwischen Tradition und Moderne zu schlagen, entstanden.

„Falling“ ist ein wunderschönes, aber auch berührendes Drama über das Alter, über Erinnerungen und Vergebung mit hervorragender Besetzung. Allen voran Lance Henriksen als Vater und Viggo Mortensen selbst als Sohn sind perfekt aufeinander abstimmt und sorgen für Tränen und Wut.

Besonders für einen amerikanischen Film ist es ein wichtiges Thema, dass sich mal jemand mit „Homosexualität“ auseinandersetzt, denn scheinbar ist es in Amerika noch nicht selbstverständlich, wenn jemand eine andere Orientierung hat, wenn er schwul oder lesbisch ist. Dabei ist es das normalste im Leben und es spielt absolut keine Rolle ob ich auf Männer oder Frauen stehe.

Es ist ein Thema, dass noch lange nicht ausdiskutiert ist und immer wieder für Gesprächsstoff sorgt.

Wunderschöne Aufnahmen und einzigartige, informative Rückblicke treffen auf eine großartige Regieleistung.

Eine Geschichte, die wichtig ist und deshalb wird es auch endlich Zeit, dass der Film im Kino startet, um so ein wichtiges Thema an die Öffentlichkeit zu bringen.

Ein sehr schönes und beeindruckend erzähltes Drama, dass zu Tränen rührt und wütend auf die politische Gesellschaft macht. Alles in allem eine sehr berührende Vater-Sohn-Geschichte…