EXIL

Genre: Drama

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Misel Maticevic, Sandra Hüller, Rainer Bock, Thomas Mraz, Flonja Kodheli, Uwe Preuss, Stephan Grossmann, Susanne Bredehöft, Piet Fuchs,…

Produzenten: Janine Jackowski, Jonas Dornbach, Maren Ade, Jean-Yves Roubin,...

Regisseur: Visar Morina

 

Verleih: Alamode Film

Kinostart: 13.08.2020

 

Inhalt:

Xhafer, ein 45-jähriger im Kosovo geborener und nun in Deutschland lebender Chemieingenieur, fühlt sich aufgrund seiner ethnischen Herkunft am Arbeitsplatz diskriminiert und schikaniert. Als eines Tages eine tote Ratte an seinem Gartenzaun hängt, ist für ihn sofort klar, dass seine rassistischen Kollegen dahinterstecken müssen. In jedem Ereignis, jeder Äußerung, jeder Geste sieht er einen Beweis dafür.

Xhafer fühlt sich von Tag zu Tag unwohler. Seine deutsche Frau Nora ist zunehmend müde, dass er alle und alles ständig des Rassismus verdächtigt. Mögen ihn seine Kollegen einfach nicht oder steckt mehr hinter ihrer Feindseligkeit? Spielt sich das alles in seinem Kopf ab oder ist es tatsächlich wahr?

 

Kritik:

„Exil“ ist die Chronik einer schleichend wachsenden, womöglich aber auch nur eingebildeten Bedrohung. Als Xhafer seinen Job, seine Frau und seine Kinder verliert, findet er sich in einem Drahtseilakt wieder, hin- und hergerissen zwischen seinem Leben als integrierter Mittelschicht-Familienmensch und Fremder in seiner Wahlheimat.

„Exil“ ist ein Thriller über Paranoia und Identität. Schwarz, surreal, mit Anlehnungen ans Genrekino und wunderbar eigenwilligem Humor.

Wichtigste Thema, dass durch den Film hervorgehoben wird, ist die Tatsache, dass man Menschen nicht so schnell verurteilen soll.

Ansonsten geht es aber auch um einen liebevollen Familienmensch, der für seine Familie alles tun würde. Dann wird noch das Thema Mobbing behandelt. Eine ebenso wichtige Thematik.

Nicht zuletzt ist der Film aber auch eine Botschaft zur aktuellen und immer weiter steigenden Rassismus-Situation.

Der Film sagt aber auch aus, dass man auch ein Team ist, wenn nicht alle aus dem gleichen Land kommen. Schließlich sind ausländische Mitbürger genauso Arbeitnehmer und sollten auch so behandelt werden.

Durch die Geschichte wird auch gezeigt wie weit Mobbing führen kann.

Aus der Botschaft geht aber auch eine wunderbare Vater-Tochter-Geschichte hervor.

Jeder, ganz gleich ob deutsch, türkisch, französisch, italienisch, behindert oder mit anderer Hautfarbe, hat eine Chance verdient, denn als Team hält man zusammen. Da sollte man Mobbing keine Chance geben und vor allem niemanden ausgrenzen.

Auf den ersten Blick wirkt der Film ein wenig verstörerisch. Dafür liefern die Schauspielern alle großartige Leistungen!