Elternschule

Genre: Dokumentation

FSK: ohne Altersbeschränkung

Regisseure: Ralf Bücheler, Jörg Adolph

Produzent: Ingo Fliess

 

Verleih: ZORRO Film

Kinostart: 11.10.2018

 

Inhalt:

Kinder im chronischen Stress: Laura schreit 14 Stunden am Tag. Anna kämpft mit ihrer Mutter um alles. Lucy hat noch keine Nacht durchgeschlafen. Joshua wird schnell wütend und beruhigt sich nicht mehr. Mohammed Ali kratzt sich blutig, schläft kaum und jammert den ganzen Tag. Felix trinkt nur Milch, die er gleich wieder erbricht. Zahre isst überhaupt nichts mehr, außer Pommes und Chicken Nuggets. Sie alle kommen mit ihren erschöpften Eltern in die Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen, Abteilung „Pädiatrische Psychosomatik“. Hier werden chronische Krankheiten behandelt: Neurodermitis, Asthma, Allergien, Schlaf- und Essstörungen, Verhaltensauffälligkeiten. Mindestens drei Wochen lang bleiben Eltern und Kinder in der Klinik und durchlaufen ein umfassendes Programm: Schlaftraining, Esstraining, Verhaltenstraining, Psychotherapie und Erziehungscoaching. Die Behandlung ist ganzheitlich, d. h. es geht hier nicht nur um die Symptome der Kinder, sondern um das gesamte Beziehungsgeflecht der Familie – und um das Verhalten der Eltern. Aber das wird den Betroffenen erst nach und nach klar...

 

Kritik:

Elternschule“ ist eine informative Dokumentation über Probleme in der Erziehung, die schon im Säuglingsalter anfangen. In der Dokumentation gibt es Tipps und Anregungen zu Wut- und Trotzphasen, aber auch Überlegungen zum Verhalten der Kleinen mit der „Warum“-Frage. Manche Situationen werden sicherlich schlimmer dargestellt als sie tatsächlich sind.

In der Dokumentation geht es auch um Stress und Spannung und was zu tun ist, wenn man in der Erziehung Stress hat.

Ein Kind darf z. B. Regeln austesten, solange es das passende Signal zurückbekommt. „Elternschule“ ist eine wirklich tolle und informative Dokumentation zur Erziehung. Allerdings hätte man die Tipps und Anregungen ein wenig erweitern können und ältere Kinder (z. B. Grundschulkinder) mit einbauen können. Schließlich ist die Erziehung nicht nur Thema bei Säuglingen und Kindergartenkindern. In der Pubertät fangen die eigentlichen Probleme erst an!

Allerdings stellt sich die Frage ob das Kinopublikum die richtige Zielgruppe für diese sehr informative und interessante Dokumentation ist, die sicherlich im Fernsehen mehr Anhänger finden würde.