Drive my Car

Genre: Drama, Romantik - FSK: ab 12 Jahren - Darsteller: Hidetoshi Nishijima, Toko Miura, Masaki Okada, Reika Kirishima, Yoo-rim Park, Dae-Young Jin, Perry Dizon, Sonia Yuan,… - Produzenten: Kazuo Nakanishi, Akihisa Yamamoto, Yuji Sadai, Tsuyoshi Goro,… - Regisseur: Ryusuke Hamaguchi

 

Verleih: Rapid Eye Movies - Kinostart: 23.12.2021

 

Inhalt:

Yusuke Kafuku, ein Bühnenschauspieler und Regisseur, ist glücklich verheiratet mit der Drehbuchautorin Oto. Plötzlich stirbt Oto und hinterlässt ein Geheimnis. Zwei Jahre später erhält Kafuku, der den Verlust seiner geliebten Frau noch nicht verkraftet hat, das Angebot, bei einem Theaterfestival in Hiroshima „Onkel Wanja“ von Tschechow zu inszenieren. Dort lernt er Misaki kennen, eine zurückhaltende junge Frau, die ihm als Chauffeurin zugewiesen wird. Während der gemeinsamen Fahrten öffnen sich Fahrerin und Fahrgast, dabei holen Kafaku die Rätsel der Vergangenheit ein, die ihn im Stillen verfolgen…

 

Kritik:

„Drive my Car“ ist eine zugleich fesselnde und poetische Geschichte, aber auch eine durch und durch ehrliche und harmonische Familiengeschichte, die berührt.

In der Geschichte geht es um die Liebe, um Schicksalsschläge, Verlust, Lügen und um den Tod. Es geht um Schicksale, die zwei Menschen zusammenführt. Durch die Geschichte wird ausgesagt, dass man nur loslassen kann, wenn man darüber redet. Solange man alles mit sich selbst ausmacht, kann man kein neues Leben anfangen.

Die Botschaft, in der es u. a. um Gehörlose geht und diese in ein Theaterstück einzubinden, setzt ein Zeichen für Inklusion, in dem mit Laut- und Gebärdensprache gespielt wird.

Der Film ist lang, sehr lang, aber keine Minute langweilig, sondern sehr interessant mit einer großartigen Botschaft, in der es u. a. um Inklusion geht, die natürlich mal wieder nicht von deutschen Filmemachern kommt. Daran sieht man wieder einmal, dass andere Länder, wie hier, Wellenlängen voraus sind.

Hervorragende schauspielerische Leistungen von allen Schauspielern.

Es geht aber auch um Dankbarkeit und das man für jeden Tag, den man gemeinsam erleben durfte, dankbar sein soll.

Ein Film, der nachdenklich macht und zum Nachdenken anregt.

Alles in allem aber eine ehrliche, berührende und ernstzunehmende Geschichte mit einem erstklassigen Soundtrack. Es passt einfach alles, von der Ernsthaftigkeit, über die Dramatik mit der Spannung bis hin zum Humor… Ein rundum gelungener Film!