Dream Boat

Genre: Dokumentation

FSK: ab 16 Jahren

Regisseur: Tristan Ferland Milewski

 

Verleih: Real Fiction

Kinostart: 13.07.2017

 

Inhalt:

Ein Kreuzfahrtschiff mit 3000 Männern – ein Universum ohne Heteros und Frauen, ein Spektakel, das normalerweise der Außenwelt verborgen bleibt. Einmal im Jahr sticht das „Dream Boat“ in See. Es ist in Europa das einzige Kreuzfahrtschiff für schwule Männer, auf dem die meisten Passagiere eines gemeinsam haben: den Wunsch, an einem geschützten Ort als der leben und lieben zu können, der man ist.

Dipankar kommt aus Indien. Er ist einer arrangierten Ehe entflohen. Nun schmeißt er sich ins Geschehen um seinen Traummann zu finden. Das Korsett des Männlichkeitsideals der schwulen Community wird aber immer enger für ihn.

Wegen seiner sexuellen Orientierung wurde Ramzi in seiner Heimat Palästina sogar von der Polizei verfolgt. Er stand vor dem Nichts und musste in Europa ein neues Leben beginnen und der Franzose Philippe hat, seit er im Rollstuhl sitzt, keinen Kontakt mehr zu seiner Familie. Seine langjährige Beziehung und die Geborgenheit in der schwulen Ersatzfamilie sind ihm dafür umso wichtiger. Den Hedonismus und die Männerauswahl genießt auch Martin aus Wien in vollen Zügen und gibt Perspektiven auf einen zeitgemäßen Umgang mit dem Thema HIV- ohne Stigma, Ängste und Opferrolle. Marek kommt aus Polen. Dank seines trainierten Körpers scheint er alles zu haben, um auf dem Männermarkt zu bestehen. Allerdings fühlt er sich in der Menge einsam.

Der Countdown für sieben Tage Jagd auf Freiheit, Liebe und Glück läuft. Doch im Gepäck reisen bei allen auch ihre persönlichen Geschichten, Zweifel und Unsicherheiten mit...

 

Kritik:

Es ist wirklich schlimm, wenn alles so verplant ist, wenn man gezwungen wird eine Frau zu heiraten, die man gar nicht liebt oder wenn man gezwungen wird Frauen zu lieben obwohl man schwul ist und auf Männer steht.

Der Film präsentiert sehr gut, wie es ist, wenn man schwul ist. Man wird von anderen angeschaut als wäre man ein Außenseiter...

Eine wirklich gelungene Dokumentation über Schwule, die hoffentlich auch bei den letzten Skeptikern Vorurteile über Schwule, Lesben oder anders lebende ablegen, denn alle Menschen sind gleich. Es spielt absolut keine Rolle ob sich 2 Männer, 2 Frauen oder Mann und Frau lieben. Sehr interessant auch für all diejenigen, die sich outen wollen, aber noch Angst davor haben.

Beeindruckende Aufnahmen treffen auf eine berührende und zugleich wahre Geschichte.

Liebe heißt nicht nur in glücklichen Zeiten füreinander da zu sein, sondern auch im Falle einer Krankheit, Verlust, Behinderung, etc... zusammenzuhalten.