Die Wiese - Ein Paradies nebenan

Genre: Dokumentation

FSK: ohne Altersbeschränkung

Erzähler: Sebastian Winkler

Produzentin: Melanie Haft

Regisseur: Jan Haft

 

Verleih: polyband Medien GmbH

Kinostart: 04.04.2019

 

Inhalt:

Sie ist das Paradies nebenan – die Wiese. Nirgendwo ist es so bunt, so vielfältig und so schön, wie in einer blühenden Sommerwiese. Hunderte Arten von Vögeln, Heuschrecken, Zikaden und anderen Tieren leben zwischen den Gräsern und farbenprächtig blühenden Kräutern der Wiese. Das Zusammenspiel der Arten, die Abhängigkeit der Tiere und Pflanzen voneinander, macht die Blumenwiese zu einem Kosmos, in dem es unendlich viel zu entdecken gibt. Eine faszinierende Welt, in der ein Drittel unserer Pflanzen- und Tierarten zu Hause ist. In nie gesehenen Bildern und mit großem, technischen Aufwand gedreht, stellt die Dokumentation einige der schönsten, liebenswertesten und skurillsten Bewohner unserer Wiese vor. Die Hauptdarsteller des Filmes sind junge Reh-Zwillinge, die ein Leben zwischen Waldrand und Wiese führen und den Zuschauer mitnehmen auf ihre Abenteuer...

 

Kritik:

Die Wiese – Ein Paradies nebenan“ führt die Zuschauer in eine Welt, die jeder zu kennen glaubt, und die doch voller Wunder und Überraschungen steckt... Der Film ist aber auch ein Aufruf zum achtsamen Umgang mit einem Lebensraum, dessen fortschreitender Rückgang schwerwiegende Auswirkungen haben könnte.

Es werden wunderschöne, beeindruckende und romantische Naturaufnahmen gezeigt, die auf traumhaft schöne Tieraufnahmen treffen.

Neben Vögeln, Rehen und Wildschweinen dürfen sich die Kinobesucher und Naturfreunde auch über Aufnahmen von Bienen, Hummeln & Co. freuen.

Auch Naturgewalten, wie Gewitter, gehören zu dem tollen und zugleich lehrreichen Naturfilm, der von besinnlicher, klassischer Musik, die zum Träumen und Nachdenken anregt, untermalt.

Da bekommt man gleich Lust sich in die Wiese hineinzulegen und den romantischen Klängen zu lauschen und einfach mal zu entspannen...

Die Wiese ist aber auch ein Ort, der von geheimnisvollen Geräuschen geprägt ist. Der Film überzeugt auch von einzigartigen Bildern und besonders die Aufnahmen vom Flügelschlag der Störche ist sehr spektakulär gefilmt.

Bedrohlich wird die Musik bei der Umwandlung der Wiese zum Acker. Es darf einfach keine Lösung sein, die blühende Wiese, in der Leben herrscht, umzupflügen und gegen Maisfelder zu ersetzen.

Es ist aber auch ein Film, der u. a. zur Rettung der Artenvielfalt dienen und dazu aufrufen soll, eine lebendige Wiese so zu lassen wie sie ist mit all den Lebewesen, die dort leben. Mit dem Film soll man sich auf die Suche nach einem Miteinander von Artenvielfalt und moderner Landwirtschaft begeben. Der Löwenzahn sieht zwar schön aus, wenn er auf den Feldern gelb leuchtet, er ist aber letztendlich ein Nutzen von industrieller Landwirtschaft, der mit dem Lebensraum einer Wiese nichts zu tun hat.

Artenvielfalt als Produktionsziel ist die Lösung zur Rettung der blühenden Wiese!