Die Unsichtbaren - Wir wollen leben

Genre: Drama, Dokumentation

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Max Mauff, Alice Dwyer, Ruby O. Fee, Aaron Altaras, Florian Lukas, Andreas Schmidt, Robert Hunger-Bühler, Lucas Reiber, Sergej Moya,…

Produzenten: Claus Räfle, Frank Evers, Howard Harrington,…

Regisseur: Claus Räfle

 

Verleih: Tobis Film

Kinostart: 26.10.2017

 

Inhalt:

Berlin, 1943: Das Nazi-Regime hat die Reichshauptstadt offiziell für „judenrein“ erklärt. Doch einigen Juden gelingt tatsächlich das Undenkbare. Sie werden unsichtbar für die Behörden. Oft ist es pures Glück und ihre jugendliche Unbekümmertheit, die sie vor dem gefürchteten Zugriff der Gestapo bewahrt.

Nur wenige Vertraute wissen von ihrer wahren Identität. Da ist Cioma Schönhaus, der heimlich Pässe fälscht und so das Leben dutzender anderer Verfolger zu retten versucht. Die junge Hanni Lévy blondiert sich die Haare, um als scheinbare Arierin unerkannt über den Ku´damm spazieren zu können. Eugen Friede verteilt nachts im Widerstand Flugblätter. Tagsüber versteckt er sich in der Uniform der Hitlerjugend und im Schoße einer deutschen Familie. Und schließlich ist da noch Ruth Gumpel, die als Kriegswitwe getarnt, NS-Offizieren Schwarzmarkt-Delikatessen serviert. Sie alle kämpfen für ein Leben in Freiheit, ohne wirklich frei zu sein...

 

Kritik:

Mit der Geschichte von den „Unsichtbaren – Wir wollen leben“ wird ein weiteres weitgehend unbekanntes Kapitel des jüdischen Widerstands während der Zeit des Nationalsozialismus geschildert.

Anfang Oktober 2017 ist zu der Verfilmung der wahren Geschichte das Buch von Claus Räfle im Elisabeth Sandmann Verlag erschienen. 160 Seiten umfasst das Buch, dass beim Lesen keineswegs langweilig wird. Die Geschichte ist fesselnd geschrieben. Genauso fesselnd wie der Film die Geschichte erzählt. Die Zeit im Kino verfliegt wie im Nu und wird mit keiner Sekunde langweilig. Der Preis für das Buch, 19,95 Euro ist vollkommen in Ordnung. Zu empfehlen ist die Geschichte auch als Schullektüre an weiterführenden Schulen.

Die ständige Angst der untergetauchten jungen Menschen vor Entlarvung und Verhaftung wirkt im Film sehr glaubhaft, aber auch beim Lesen fiebert man mit den jungen Menschen wirklich mit. Fast so als wäre man mitten drin im Geschehen!