Die Nacht der Nächte

Genre: Dokumentation

FSK: ohne Altersbeschränkung

mit den Ehepaaren: Hildegard & Heinz Rotthäuser, Kamala & Hampana Nagarayya, Shigeko & Isao Sugihara und Norman MacArthur & Bill Novak

Produzenten: Anja-Karina Richter, Arne Birkenstock, Christian Becker, Florian Deyle,…

Regisseure: Yasemin & Nesrin Samdereli

 

Verleih: Concorde Filmverleih GmbH

Kinostart: 22.03.2018

 

Inhalt:

Zusammen. Ein Leben lang. Wer kann das schon? Wer will das noch? Was uns heutzutage wie ein Kuriosum erscheint, war für die Generation unserer Großeltern die Normalität. Ebenso die Jungfräulichkeit vor der Ehe. Diese Generation kennt sie noch, die traditionelle Hochzeitsnacht.

Ein indisches Ehepaar, das gegen das Kastensystem geheiratet hat und deshalb mit seinen Familien brachen musste. Ein japanisches Ehepaar, das zwangsverheiratet wurde und sich sehr schwer tat mit dem Leben. Ein knorriges Nachkriegspaar aus dem Ruhrgebiet. Und zwei homosexuelle Männer aus den USA, die erst heiraten durften, nachdem sie schon fünf Jahrzehnte beisammen waren und die damit verbundenen rechtlichen Probleme lösten, in dem der eine den anderen adoptierte.

Vier Paare aus drei Kontinenten erzählen offen und ehrlich, was es heißen kann, 55 Jahre und länger zusammen zu sein. Was auch immer sie zusammenführte, ob Liebe oder arrangierte Ehe, sie alle haben gemeinsam, dass sie sich ein komplettes Leben dieser Beziehung gewidmet haben. Im Guten, wie im Schlechten. Vielleicht nicht immer glücklich, ganz sicher nicht ohne Kämpfe – aber trotzdem zusammen. Und was steht da am Ende, wenn man sich nach einem ganzen Leben in die Augen blickt?

 

Kritik:

Die Nacht der Nächte“ ist ein ebenso komischer wie anrührender, gleichermaßen unterhaltsamen und tiefsinnigen (Dokumentar-)Film über die Liebe. In dem Film erzählen die Protagonisten mit überraschender Offenheit von Sex und Moral, Liebe und Gesellschaft, Kinder und Partnerschaft.

Sehr gut inszeniert ist auch die Einspielung der Animationsfiguren zwischen den Erzählungen der Protagonisten.

Der Film sagt auch viel über Armut und Reichtum aus, aber soll auch zeigen, dass alle Menschen eine Chance auf ein Leben und eine Liebesbeziehung verdient haben, ganz gleich ob als gesunder Mensch, behinderter oder kleinwüchsiger.

Teilweise ist der Film auch so einfühlsam erzählt, dass einem gleich selbst die Tränen kommen, aber auch sehr romantisch und beeindruckend mit einem berührenden Soundtrack erzählt.

Eine traumhaft schöne und unterhaltsame Geschichte über die Liebe und all ihre Facetten! Außerdem vermittelt der Film auch eine aktuelle Botschaft, die hoffentlich von der heutigen Generation (Jugend) wieder neu aufgegriffen und entdeckt wird.