Die Grundschullehrerin

Genre: Drama

FSK: ohne Altersbeschränkung

Darsteller: Sara Forestier, Vincent Elbaz, Albert Cousi, Ghillas Bendjoudi, Patrick D´Assumcao, Guilaine Londez, Olivia Cote, Lucie Desclozeaux,…

Produzentin: Helene Cases

Regisseur: Hélène Angel

 

Verleih: Alamode Film

Kinostart: 15.02.2018

 

Inhalt:

Florence ist Grundschullehrerin aus Leidenschaft. Während sie alles gibt, um ihren Schülern den Weg in eine glückliche Zukunft zu ebnen, sieht es privat chaotisch aus: Alleinerziehend, fehlt ihr häufig die Zeit für ihren Sohn, der daher zu seinem Vater ziehen will. Als zudem der kleine Sacha, ein Kind aus schwierigen Verhältnissen, neu in ihre Klasse kommt und ihre volle Aufmerksamkeit fordert, muss Florence einen Weg finden, endlich Ordnung in ihr Leben zu bringen...

 

Kritik:

Sara Forestier ist in dem warmherzigen Film von Hélène Angels „Die Grundschullehrerin“ die Heldin. Auf einfühlsame und dynamische Weise zeigt sie, wieviel Hingabe es erfordert, die Kleinsten in unserer Gesellschaft zu unterrichten und gleichzeitig an das Leben heranzuführen. Der Film ist genauso liebevoll wie charmant und die Darstellung von Sara Forestier als „Florence“ ist einfach nur grandios bis brillant.

Wenn ein Kind von der eigenen Mutter oder dem Vater im Stich gelassen oder gar verstoßen wird, wie in dem Film von der Mutter, und auf sich allein gestellt ist, ist es nahezu verständlich, dass das Kind auf die schiefe Bahn gerät oder gar gewaltbereit wird.

Die Grundschullehrerin“ ist eine wirklich berührende Geschichte mit einer ernsten, zunehmenden, aber auch zum Teil wahren Thematik über den Schulalltag an Grundschulen. Der Soundtrack ist wunderschön, aber trotzdem dezent gehalten. Schließlich steht ja nicht der Soundtrack, sondern die Thematik des Films im Vordergrund. Der Film präsentiert auch wieder, wie ungerecht Kinder sein können. Es kann niemand etwas dafür, wenn einer stinkt oder ungepflegt ist. Bevor man jemanden mobbt, was hier in dem Film sehr gut dargestellt wird, sollte man zuerst Informationen über das Umfeld von demjenigen, der nicht so ist wie die anderen, einholen. Seltsam ist es aber schon, dass es immer gleich heißt, dass das Kind ein Sozialfall ist, nur weil es in der Schule auffällig ist. Ein Kind von einem Professor, Ingenieur, etc... kann mindestens genauso auffällig und gewalttätig sein, wie ein Kind aus einer sozial schwachen Familien. Der Film bringt einem die Themen wie Mobbing, Gewalt an Schulen oder in der Freizeit, aber auch Mut ein Stück weit näher und gibt auch deutlich zu verstehen, dass ein Kind in der Schule lernt, genauso lernt aber auch eine Lehrerin von ihren Schülern.

Traumhaft schöne Aufnahmen der Landschaft in Frankreich, die wieder einmal zeigen, dass es auch in Frankreich wunderschöne, romantische Ecken gibt.

Alles in allem aber ein einfühlsamer, gefühlvoller und warmherziger Film, der voller Hoffnung steckt!