Die Goldfische

Genre: Komödie, Drama

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Tom Schilling, Jella Haase, Axel Stein, Kida Khodr Ramadan, Birgit Minichmayr, Jan Henrik Stahlberg, Luise Wöllisch, Klaas Heufer-Umlauf, Johanna Gastdorf, Maria Happel, Sybille Canonica,

Produzenten: Justyna Muesch, Quirin Berg, Max Wiedemann, Stefan Gärtner, Martin Bachmann,

Regisseur: Alireza Golafshan

 

Verleih: Sony Pictures Germany

Kinostart: 21.03.2019

 

Inhalt:

Oliver arbeitet hart für seinen Erfolg als Portfolio Manager. Aber als er sich auf dem Weg zu einem Termin die freie Gegenspur zur privaten Fastlane macht, rast er in einen verheerenden Crash. Diagnose: Querschnittlähmung. Drei Monate Reha sollen ihn auf ein Leben im Rollstuhl vorbereiten. Doch Oliver will möglichst schnell raus aus diesem „Behindertengefängnis“ mit schlechtem Internet. Auf der Suche nach dem stärksten WLAN-Signal lernt er eine schräge Behinderten-WG kennen, die „Goldfisch-Gruppe“: Magda, eine blinde Zynikerin mit derbem Humor, zwei Autisten, den 80ies-Pop-Fan Rainman und den stummen Michi mit Schutzhelm, Franzi, ein selbstbewusstes Mädchen mit Down-Syndrom, sowie ihre zwei Betreuer Laura, die nach dem Studium der Förderpädagogik ihren Traumjob in der Praxis richtig gut machen will und Eddy, der das genaue Gegenteil ist: ein Heilerziehungspfleger, der seinen Job abgrundtief hasst.

Oliver, der neben seiner Behinderung nun auch noch damit zu kämpfen hat, dass sein Schweizer Schließfach mit steuerfrei beiseite geschafftem Vermögen aufzufliegen droht, erkennt die Vorteile positiver Diskriminierung: ein Ausflug mit einem Behindertenbus als perfekte Tarnung für seinen Schwarzgeldschmuggel über die deutsch-schweizerische Grenze...

 

Kritik:

Die Goldfische“ ist ein Film, der lange schon überfällig war und hoffentlich auch von den Kinobesuchern gut angenommen wird. Es kommt nicht drauf an wie man aussieht oder wie viel Geld man hat. Viel wichtiger sind die inneren Werte...

Inklusion bedeutet Menschen mit Behinderung.

Großartige Leistungen aller Schauspieler. Allen voran aber Tom Schilling, Jella Haase und Newcomerin Luisa Wöllisch, die in dem großartig inszenierten Drama besonders hervorsticht. Wer die Freie Bühne München kennt oder sogar schon ein Theaterstück von der Bühne gesehen hat, wird sicherlich auch schon einmal in den schauspielerischen Genuss von Luisa gekommen sein.

Die Botschaft des Films das Geld alleine nicht glücklich macht, ist sehr gut gewählt und kommt bei den Zuschauern gut rüber.

Auch die Grundidee des Films ist gut gewählt. Es dauert anfangs ein wenig zu lange bis der Film in Fahrt gekommen ist, aber wenn man sich dann in den Film hineinversetzen konnte, so kann man mit bestem Gewissen sagen, dass es ein Film ist, der verschiedene Behinderungen vereint und dadurch die Botschaft in die weite Welt ruft, dass man Menschen mit Behinderung nicht ignorieren sollte, da sie auch nur Menschen mit Gefühlen sind, die z. B. geliebt werden oder einfach nur Freunde haben wollen.

Die turbulente Fahrt im Klinikbus mit Birgit Minichmayr die eines der Highlights im Film ist, sorgt garantiert bei allen Zuschauern für jede Menge Spaß und gute Laune. Es ist aber auch zu witzig, wenn auf einmal eine Blinde am Steuer sitzt.

Der Freizeitpark im Film, der eigentlich in der Schweiz sein soll, befindet sich in Bayern und um es genau zu nehmen handelt es sich um den Skyline Park in Bad Wörishofen, der für den Film in einen Schweizer Park verwandelt wurde, was den Filmemachern sehr gut gelungen ist.

Auch die Thematik, in der es um Mut und Zusammenhalt geht, ist sehr gut gewählt und die Szenen mit dem Schwarzgeld werden sicherlich so manch einen Kinobesucher zum Lachen bringen. Der Film rührt aber auch zu Tränen und alles in allem ist es ein Film, der nicht nur eine Botschaft an die Politik weitergeben soll.

 

Die Goldfische“ feierten am 13. März 2019 ihre glanzvolle Weltpremiere in Anwesenheit von den Schauspielern Tom Schilling, Jella Haase, Axel Stein, Kida Khodr Ramadan, Birgit Minichmayr, Jan Henrik Stahlberg, Luisa Wöllisch, Klaas Heufer-Umlauf, dem Regisseur Alireza Golafshan und den Produzenten Justyna Muesch, Quirin Berg und Max Wiedemann im Mathäser Filmpalast in München.