Deutschstunde

Genre: Drama

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Ulrich Noethen, Tobias Moretti, Levi Eisenblätter, Johanna Wokalek, Sonja Richter, Maria Dragus, Tom Gronau, Louis Hofmann,…

Produzenten: Jutta Lieck-Klenke, Dr. Dietrich Kluge, Ulf Israel

Regisseur: Christian Schwochow

 

Verleih: Wild Bunch Geramany

Kinostart: 03.10.2019

 

Inhalt:

Deutschland, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Siggi Jepsen, ein junger Mann, muss in einer Strafanstalt einen Aufsatz zum Thema „Die Freuden der Pflicht“ schreiben. Er findet keinen Anfang, das Blatt bleibt leer. Als er die Aufgabe am nächsten Tag nachholen muss, diesmal zur Strafe in einer Zelle, schreibt er wie besessen seine Erinnerungen auf.

Erinnerungen an seinen Vater Jens Ole Jepsen, der als Polizist zu den Autoritäten in einem kleinen norddeutschen Dorf zählte und den Pflichten seines Amtes rückhaltlos ergeben war. Während des Zweiten Weltkriegs muss er seinem Jugendfreund, dem expressionistischen Künstler Max Ludwig Nansen, ein Malverbot überbringen, das die Nationalsozialisten gegen ihn verhängt haben. Er überwacht es penibel und Siggi, elf Jahre alt, soll ihm helfen. Doch Nansen widersetzt sich – und baut ebenfalls auf sich immer weiter zu – und Siggi steht zwischen ihnen. Anpassung oder Widerstand? Diese Frage wird für Siggi entscheidend...

 

Kritik:

Die „Deutschstunde“ von Siegfried Lenz ist einer der großen Welterfolge der deutschen Literatur. Für die Verfilmung konnte ein brillantes Ensemble gewonnen werden, die sehr berührend und beeindruckend in ihre Rollen schlüpfen.

Der Film überrascht mit wunderschönen Landschaftsaufnahmen. Die Umstände und Erziehungsmaßnahmen, die während des Krieges herrschten, machen einen wütend und rühren zu Tränen.

Die Geschichte erzählt von wahrer Liebe, Zusammenhalt und Gemeinsamkeit und stellt die erklärt die Frage „Wenn ein Maler nicht malen darf, wie soll er dann seinen Lebensunterhalt bestreiten?“ sehr gut. So ist das in allen Branchen, denn wenn man seinen Beruf nicht ausüben darf, kann man kein Geld verdienen und wenn man kein Geld verdienen kann, kann man seinen Lebensunterhalt nicht bestreiten.

Aus der Thematik geht auch hervor, dass sich durch malen Schmerz und Gefühle ausdrücken lassen.

Nicht zuletzt ist die Geschichte auch sehr spannend und fesselnd erzählt. Da verfliegt die Zeit wie im Nu...