Der Rausch

Genre: Drama, Komödie

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Mads Mikkelsen, Thomas Bo Larsen, Magnus Millang, Lars Ranthe, Maria Bonnevie, Helene Reingaard Neumann, Susse Wold,…

Regisseur: Thomas Vinterberg

Produzenten: Sisse Graum Jorgensen, Kasper Dissing, Mark Denessen,…

 

Verleih: Weltkino Filmverleih

Kinostart: 22.07.2021

 

Inhalt:

Früher war Martin Lehrer aus Leidenschaft – heute sind nicht nur die Schüler von seinem fehlenden Enthusiasmus gelangweilt, auch in Martins Ehe ist die Luft raus. Seinen drei Freunden, die am selben Gymnasium unterrichten, geht es nicht viel besser. Bei einer angeheiterten Geburtstagsrunde diskutieren sie die Theorie eines norwegischen Philosophen, nach der ein Mensch nur mit einem erhöhten Alkoholgehalt im Blut zu Bestleistungen fähig ist. Solch eine gewagte These muss überprüft werden. Die vier beschließen den Selbsttest zu machen und während der Arbeit einen konstanten Pegel zu halten. Soll nicht sogar Churchill den Zweiten Weltkrieg in einem Alkoholrausch gewonnen haben? Mit neuem Antrieb stürzen sie sich in ihr geheimes Experiment. Die Wirkung lässt nicht lange auf sich warten…

 

Kritik:

„Der Rausch“ ist eine großartige und zu Recht mit dem Oskar ausgezeichnete Tragikkomödie mit herausragenden Schauspielern, die ihre Arbeit allesamt beherrschen. Es handelt sich um eine facettenreiche Geschichte, die einerseits provozierend ist, auf der anderen Seite aber wiederum zum Nachdenken anregt. Zum Nachdenken anregen soll der Film besonders in Richtung Alkoholkonsum bei Jugendlichen, die oft gar nicht wissen was sie anrichten, wenn sie zu viel trinken.

Der Film zeigt auf berührende, aber auch ernste und humorvolle Weise wie schnell es geht, dass man den Spaß am Beruf verliert, wie schnell es gehen kann, dass die Ehe nach und nach zerbröckelt. Eines ist jedenfalls klar: Alkohol hat noch nie gegen Kummer geholfen und genau das soll die Thematik des Films aussagen.

Ganz nach dem Motto „Saufen bis zum Umfallen“ wird in dem Film hochprozentiger Alkohol konsumiert.

Auf unterhaltsame, aber auch berührende Weise wird gezeigt, wie die Freunde im Rausch durch die Straßen ziehen.

Jeder einzelne hat seine Probleme, über die man sprechen kann. Leider passiert es immer wieder, dass man die Probleme lieber mit Alkohol besiegelt als darüber zu sprechen. Genau das soll der Film u. a. aussagen, dass man lieber reden statt saufen soll.

Ein wenig seltsam und eigenartig ist die Story aber schon, doch mit Mads Mikkelsen in der Hauptrolle sehr gut besetzt. Er spielt seine Rolle wieder einmal sehr überzeugend. So überzeugend sogar, dass man fast meinen könnte, er hat für die Szenen wirklich Alkohol getrunken.

Alles in allem ist es ein Film der Spaß macht, unter die Haut geht, zum Nachdenken anregt und für gute Laune sorgt und nicht zuletzt ein Film, der zurecht für die sagenhaften Leistungen mit dem Oskar ausgezeichnet wurde.