Der Fall Collini

Genre: Drama, Gericht, Thriller

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Elyas M´Barek, Alexandra Maria Lara, Heiner Lauterbach, Manfred Zapatka, Jannis Niewöhner, Rainer Bock, Catrin Striebeck, Pia Stutzenstein, Peter Prager, Hannes Wegener, Franco Nero, Sandro die Stefano, Tara Fischer, Frederik Götz, Sina Reiß, Lutz Blochberger, Leonardo Orsolini, Titus Flügel,…

Produzenten: Christoph Müller, Kerstin Schmidbauer, Marcel Hartges, Martin Moszkowicz, Stefan Gärtner

Regisseur: Marco Kreuzpaintner

 

Verleih: Constantin Film Verleih

Kinostart: 18.04.2019

 

Inhalt:

Anwalt Caspar Leinen gerät über eine Pflichtverteidigung an einen spektakulären Fall: Über 30 Jahre lang hat der 70-jährige Italiener Fabrizio Collini unbescholten in Deutschland gearbeitet und dann tötet er anscheinend grundlos den angesehenen Großindustriellen Hans Meyer in dessen Berliner Hotelsuite. Für Caspar steht weit mehr auf dem Spiel als sein erster großer Fall als Strafverteidiger. Das Opfer ist der Großvater seiner Jugendliebe Johanna und war wie ein Ersatzvater für Caspar.

Zudem hat er mit der Strafverteidiger-Legende Richard Mattinger als Vertreter der Nebenklage einen Gegner, der ihm haushoch überlegen scheint. Caspar muss herausfinden, warum Collini ausgerechnet einen vorbildlichen Menschen wie Meyer ermordet hat. Auch das öffentliche Interesse an dem Fall ist immens, doch Collini schweigt beharrlich zu seinem Motiv. Als Caspar gegen alle Widerstände immer tiefer in den Fall eintaucht, wird er nicht nur mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert, sondern stößt auf einen der größten Justizskandale der deutschen Geschichte und eine Wahrheit, von der niemand wissen will...

 

Kritik:

Was treibt einen völlig unbescholtenen Mann zu einem Mord? Und was hat Recht mit Gerechtigkeit zu tun? All diesen Fragen muss sich Elyas M´Barek als Pflichtverteidiger in „Der Fall Collini“ stellen. Er macht dies auf sehr beeindruckende Weise und beweist wieder einmal, dass ein wirklich großartiger Schauspieler in ihm steckt und nicht mehr nur der Teenie-Schwarm aus „Türkisch für Anfänger“ und „Fack Ju Goethe“.

Der Fall Collini“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von dem Erfolgsautor Ferdinand von Schirach und wurde von Regisseur Marco Kreuzpaintner zu einem spannenden Drama inszeniert. Der Film erzählt von einem der größten deutschen Justizskandale. Die Umsetzung des Bestseller-Romans ist großartig gelungen und mit Franco Nero in der Rolle des „Collini“ großartig besetzt. Er zuckt in seiner Rolle keine Wimper, bleibt immer ernst. Typisch italienisch eben... Italiener sind einfach die besseren Schauspieler, die auch mit wenig Worten hervorragende, schauspielerische Leistungen zu bieten haben.

Die Leistungen von Elyas M´Barek sind einfach nur grandios. Er ist ein großartiger Schauspieler. Anfangs vielleicht mit ein wenig zu viel Humor, was zu einem Anwalt, der eher ernst bleiben sollte, nicht passt. Wahrscheinlich gehörte das aber wiederum zu seiner Rolle, da er in der Rolle einen eher unerfahrenen Anwalt spielt, der im Laufe des Verfahrens seine Unsicherheit verliert. Auf alle Fälle großartig gespielt!

Alles in allem geht es in dem Film um Rache, Selbstjustiz und Gerechtigkeit, aber auch um Intrigen. Nicht zuletzt wurde die Gerichtsverhandlung hervorragend geführt. Selten hat man im Film eine so großartig recherchierte Verhandlung zu sehen bekommen. Mit so einem Film macht es richtig Spaß ins Kino zu gehen und wenn es die Zeit erlaubt, schaut man sich diesen Film sicherlich gerne noch ein zweites oder auch drittes Mal an...

Abgerundet wird das Gerichtsdrama von traumhaft schönen Landschaftsaufnahmen der italienischen Toskana und ein wenig romantischem Flair.

Die Leistungen von Franco Nero als „Collini“ sind auf alle Fälle oskarverdächtig!

 

Das Gerichtsdrama „Der Fall Collini“ feierte am 11. April in Anwesenheit der Schauspieler Elyas M´Barek, Pia Stutzenstein, Stefano Cassetti, Sina Reiß, Leonardo Orsolini, Titus Flügel und dem Regisseur Marco Kreuzpaintner eine rundum gelungene und überzeugende München-Premiere im Mathäser Filmpalast...

Unter den prominenten Gästen waren u. a. auch Adam Jaskolka, Sascha Maaz, Frederic von Anhalt, Simon Verhoeven und Aglaia Szyszkowicz.