Das Schweigende Klassenzimmer

Genre: Drama

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Leonard Scheicher, Tom Gramenz, Anna Lena Klenke, Jonas Dassler, Isaiah Michalski, Ronald Zehrfeld, Carina Wiese, Florian Lukas, Jördis Triebel, Daniel Krauss, Michael Gwisdek, Burghart Klaußner,…

Produzenten: Miriam Düssel, Susanne Freyer,…

Regisseur: Lars Kraume

 

Verleih: STUDIOCANAL

Kinostart: 01.03.2018

 

Inhalt:

1956: Bei einem Kinobesuch in Westberlin sehen die Abiturienten Theo und Kurt in der Wochenschau dramatische Bilder vom Aufstand der Ungarn in Budapest. Zurück in Stalinstadt entsteht spontan die Idee im Unterricht eine solidarische Schweigeminute für die Oper des Aufstands abzuhalten. Diese Geste zieht jedoch viel weitere Kreise als erwartet: Während der Rektor zwar zunächst versucht, das Ganze als Jugendlaune abzutun, geraten die Schüler in die politischen Mühlen der noch jungen DDR. Der Volksbildungsminister verurteilt die Aktion als eindeutig konterrevolutionären Akt und verlangt von den Schülern innerhalb einer Woche den Rädelsführer zu benennen. Doch die Schüler halten zusammen und werden damit vor eine Entscheidung gestellt, die ihr Leben für immer verändert...

 

Kritik:

Die Geschichte vom „Schweigenden Klassenzimmer“ ist ein zutiefst bewegendes Kapitel aus dem Tagebuch des Kalten Krieges, dass auf den persönlichen Erlebnissen und der gleichnamigen Buchvorlage von Dietrich Garstka basiert. Garstka ist einer der insgesamt 19 ehemaligen Schüler, die 1956 mit einer einfachen menschlichen Geste einen ganzen Staatsapparat gegen sich aufbrachten.

Obwohl es ein ernstes Thema und eine politische Revolution ist, kommt der Humor in dem Film, dass auf wahren Erlebnissen basiert, nicht zu kurz. Die Schauspieler und Jungschauspieler liefern professionelle Leistungen. Sie sind auch ein Vorbild in dem sie allen beweisen, dass es wichtig ist zusammen zu halten.

Der Film präsentiert auch die Heimatverbundenheit, aber vor allem geht es darum, sich nicht alles von den Politikern gefallen zu lassen und sich zu wehren.

Ein wirklich großartiger deutscher Film, an dem sich manch ein Amerikaner ein Beispiel nehmen sollte. Selten hat man einen deutschen Film gesehen, der bei einem geschichtlichen Thema auf Klischees verzichtet.