Das Mädchen mit den goldenen Händen

Genre: Drama, Familie - FSK: ab 12 Jahren - Darsteller: Corinna Harfouch, Birte Schnoeink, Peter René Lüdicke, Jörg Schüttauf, Gabriele Maria Schmeide, Ulrike Krumbiegel, Stephan Bissmeier, Imogen Kogge, Luise-Céline Gaffron,… - Produzent: Ingo Fliess - Regisseurin: Katharina Marie Schubert

 

Verleih: Wild Bunch Germany - Kinostart: 17.02.2022

 

Inhalt:

Ein kleines ostdeutsches Provinzstädtchen im Jahr 1999 kurz vor dem Millenium – Wechsel. Die Menschen haben schon viele Umbrüche hinter sich, weitere stehen bevor. Gudrun feiert heute ihren 60. Geburtstag, in einem alten, verfallenen Herrenhaus, das zu DDR-Zeiten als Kinderheim genutzt wurde, in dem auch sie selber elternlos aufgewachsen ist. Eine schwierige Geschichte zwischen Wehmut und Nostalgie. Zur Geburtstagsfeier reist auch Gudruns Tochter Lara aus Berlin an. Sie ist mit dem Stiefvater aufgewachsen, über ihren leiblichen Vater wollte die Mutter nie sprechen, entsprechend angespannt ist das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter. Ausgerechnet auf der Feier erfährt Gudrun, dass das ehemalige Kinderheim an finanzkräftige Investoren verkauft werden soll, die es zum Hotel ausbauen wollen: Eine wirtschaftliche Perspektive für die Strukturarme Region oder Ausverkauf der eigenen Geschichte? Über diese Frage scheiden sich die Geister im Ort. Während Gudrun in den nächsten Tagen alles daran setzt, das Kinderheim als Gemeinde- und Begegnungszentrum für alle Bewohner zu erhalten, macht sich ihre Tochter Lara auf die Suche nach ihrem Vater und einer Erklärung für die unnachgiebige Härte ihrer Mutter…

 

Kritik:

In der Geschichte geht es zum einen um eine schwierige Mutter-Tochter-Geschichte, zum anderen um die Fragen Kommunismus oder Kapitalismus, Bleiben oder Gehen, Ausverkauf oder Bewahren?

Dies alles fragte man sich in einem kleinen Ort im Osten Deutschlands, zehn Jahre nach dem Fall der Mauer…

Mit dem Film geht die Regisseurin der Frage nach, warum der Graben zwischen dem Osten und dem Westen Deutschlands immer noch so tief ist.

In der Geschichte geht es aber auch um gesellschaftliche Probleme, die sich auf raffinierte Weise in Familienstrukturen widerspiegeln.

Der Film unterhält auch mit typischen Witzen über Ost- und Westdeutschland, die immer wieder für humorvolle Momente sorgen.

Die berührende Familiengeschichte überzeugt mit brillanten Leistungen von Corinna Harfouch. Alles in allem geht es in der Geschichte um Arm und Reich und um die Familie. Der Film sagt aus, dass Familie und Familienzusammenhalt immer im Vordergrund stehen sollten.

Außerdem wird auch deutlich gezeigt, dass man seinen Kindern auch mal zuhören soll und nicht immer so stur sein soll.

„Das Mädchen mit den goldenen Händen“ handelt von einer Familiengeschichte, in der es um Zusammenhalt, Streit und ums Zuhören geht. Eine Mutter, der man nichts recht machen kann und eine Tochter, die sich ein bisschen mehr Geborgenheit wünscht.

In der Geschichte geht es aber auch um Demütigung und darum, dass man auch mal loslassen muss und nicht sein ganzes Leben lang verkrampft an alten Erinnerungen hängen kann.

Die Botschaft, dass man sich auch mal von etwas trennen muss, ist gut gewählt, denn es fällt weder in jungen als auch in älteren Jahren nicht immer leicht etwas aufzugeben oder wegzuwerfen!

 

Premiere feierte der Film am 3. Juli 2021 auf dem 38. Filmfest München im Open Air Kino am Olympiasee in München… https://geisler-fotopress.de/searchresult.html?suche=Das+M%C3%A4dchen+mit+den+goldenen+H%C3%A4nden+ !