Das Löwenmädchen

Genre: Drama

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Rolf Lassgard, Ken Duken, Burghart Klaußner, Connie Nielsen,...

Produzenten: John M. Jacobsen, Reza Bahar, Marcus Brodersen,…

Regisseur: Vibeke Idsoe

 

Verleih: NFP marketing & distribution

Kinostart: 14.09.2017

 

Inhalt:

In einer kleinen Provinzstadt in Norwegen kommt im Winter 1912 ein Mädchen zur Welt, dessen ganzer Körper von feinen blonden Härchen bedeckt ist. Für die damalige Wissenschaft ein kurioser, ein interessanter Fall. Evas Mutter stirbt bei der Geburt, und ihr Vater, der Stationsmeister Arctander, will zunächst von dem „Löwenmädchen“ nichts wissen.

Doch die kleine Eva wächst heran. Abgeschottet und versteckt vor der Neugier der Außenwelt, erschafft sie sich ihre eigene Welt, bis sie eines Tages den Mut findet, der Enge ihres Lebens zu entfliehen...

 

Kritik:

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman des norwegischen Autors Erik Fosnes Hansen. In der Geschichte geht es um das außergewöhnliche Leben der Eva Arctander, die aufgrund eines Gen-Defekts am ganzen Körper behaart ist, was ihr das Aussehen einer jungen Löwin verleiht.

Es ist eine beeindruckende Geschichte für Klein und Groß. Der Film zeigt wieder einmal deutlich wie ungerecht andere Kinder, aber auch Erwachsene, sein können.

Ein Mensch ist noch lange nicht anders, nur weil es anders aussieht, behindert ist oder eine andere Hautfarbe hat. Der Mensch ist deshalb noch immer der, der er einmal war und so sollte man ihn auch behandeln.

Es ist ein traumhaft schöner Film über einen Vater, der seine Tochter, die anders aussieht, vor der Außenwelt schützen will und alles dafür tut, dass sie nicht abgewiesen wird. Ganz gleich ob in der Schule oder in der Klinik, überall wird „das Löwenmädchen“ gehänselt bzw. gemobbt, weil sie nicht so wie andere ist.

Hierzu sollte man sich immer wieder vor Augen halten, dass alle Menschen gleich sind, ganz gleich ob sie am ganzen Körper behaart oder behindert sind.

An manchen Stellen ist die Geschichte so traurig, dass einem gleich die Tränen kommen. Der Film ist großartig besetzt und alle Darsteller liefern erstklassige Leistungen. Bewundernswert ist auch das Auftreten und die Selbstsicherheit trotz des Aussehens. „Das Löwenmädchen“ weiß genau was sie möchte und auch genau das erreicht sie!

Der Film ist u. a. auch eine Anregung an all diejenigen, die sich auch herablassend gegenüber Klassenkameraden oder anderen Bezugspersonen auslassen. Denen sei gesagt, dass die Menschen alle gleich sind. Die einen sind dicker, die anderen dünn, die einen sind gesund, die anderen haben Behinderungen oder eine andere Hautfarbe. Dennoch sind sie alle gleich und sollten auch so behandelt werden!