Charles Dickens: Der Mann, der Weihnachten erfand

Genre: Drama, Biografie

FSK: ab 6 Jahren

Darsteller: Dan Stevens, Christopher Plummer, Jonathan Pryce, Justin Edwards, Morfydd Clarke, Donald Sumpter, Miles Jupp,…

Produzenten: Robert Mickelson, Ian Sharples, Susan Mullen, Niv Fichman, Vadim Jean, Paula Mazur,...

Regisseur: Bharat Nalluri

 

Verleih: KSM GmbH

Kinostart: 22.11.2018

 

Inhalt:

Mit 31 Jahren hat Charles Dickens alles, was man sich wünschen kann: Ruhm als Schöpfer der Romane „Die Pickwickier“ und „Oliver Twist“, eine Frau und vier Kinder (das fünfte ist unterwegs), ein großes Haus in London... Das Einzige, was Dickens in den letzten anderthalb Jahren nicht mehr hatte, ist Erfolg: Seine letzten Bücher waren Flops und sein teurer Lebensstil hat seine Finanzen längst aufgezehrt – nicht zuletzt, weil ihm auch noch seine mittellosen Eltern auf der Tasche liegen. Ein Bucherfolg muss her; und zwar schnell. Dickens kommt eine Idee, auch der Titel ist schnell gefunden: „Ein Weihnachtslied“. Aber wie soll er es schaffen, das Buch in nur sechs Wochen zu schreiben, damit es rechtzeitig zu Weihnachten gedruckt werden kann? Hilfe bekommt Dickens ausgerechnet von demjenigen, den er sich als Bösewicht in seiner neuen Geschichte ausgedacht hat: dem Geizhals Scrooge...

 

Kritik:

Scrooge, der Geizhals. Die drei Geister der Weihnacht. Tiny Tim, der kleine Sohn des Buchhalters Bob Cratchett. Jeder kennt die Figuren aus Dickens´ berühmter Erzählung „Ein Weihnachtslied“. Wie es allerdings zu dieser zeitlosen Geschichte kam, die seit über 150 Jahren immer neue Generationen von Lesern in ihren Bann zieht, weiß kaum einer. Das ändert sich nun mit der bildgewaltigen und mit viel Humor erzählten Biografie „Charles Dickens: Der Mann, der Weihnachten erfand“. Großartige Schauspieler sorgen für spannende und einfühlsame Momente.

Seine persönlichen Erlebnisse zu den Armen inspirierten ihn zum Schreiben... Es ist keine Biografie wie sie üblicherweise gezeigt werden. Vielmehr ist es ein Film, der das Leben von Charles Dickens in einem beeindruckenden und unterhaltsamen Film dokumentiert und mit jeder Menge Humor untermalt. Es ist auch eine wundervolle, lebendige, spannende, aber dennoch humorvolle Geschichte über die Entstehung der Weihnachtsgeschichte.

Zu kurz kommt aber auch die Thematik nicht: Es geht darum, dass man zum Leben nicht viel braucht. Wichtig ist, dass man lachen kann, eine Familie hat, die man liebt und das man was zum Essen hat. In der Biografie geht es aber auch um ein Buch, dass Hoffnungen geben soll. Nach „Die Schöne und das Biest“ zeigt Dan Stevens einfühlsame und zugleich spannende Leistungen. In der Rolle von Charles Dickens sieht man die einfühlsame und berührende Seite des Schauspielers, den viele sicher noch als „Biest“ in Erinnerung haben.

Es ist nie zu spät sich zu ändern, anderen Menschen zu helfen, gerecht zu werden und andere zu lieben! Man sollte auf alle Fälle auch den Abspann abwarten, der ganz zum Schluss noch eine kleine Szene zeigt.

Dickens ist bekannt dafür, dass er den armen Menschen hilft. Das kommt auch deutlich in der Verfilmung zur Geltung. Der Bogen zwischen Arm und Reich wird einfühlsam und ein wenig spannend dargestellt.

Weihnachten soll gefeiert werden, um auch an die ärmeren zu denken. Die letzten Jahre stand zu Weihnachten immer „Die Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens auf dem Fernsehprogramm, in diesem Jahr kann man sich dann von der Entstehungsgeschichte überraschen und verzaubern lassen. Alles in allem ist es eine sehr schöne, liebevolle, beeindruckende und auch kindgerecht erzählte Geschichte für die besinnliche Vorweihnachtszeit. Pünktlich zum 1. Advent bundesweit im Kino!