Champagner & Macarons - Ein unvergessliches Gartenfest

Genre: Komödie

FSK: ab 6 Jahren

Darsteller: Agnés Jaoui, Jean-Pierre Bacri, Léa Drucker, Kévin Azais, Nina Meurisse, Sarah Suco, Héléna Noguerra, Miglen Mirtcher,…

Produzenten: Said Ben Said, Michel Merkt, Kevin Chneiweiss,…

Regisseurin: Agnés Jaoui

 

Verleih: Tiberius Film

Kinostart: 18.10.2018

 

Inhalt:

Was für ein Fest... Nathalie, die vielbeschäftigte Fernsehproduzentin, lädt zur großen Einweihungsparty in ihre Villa vor den Toren Paris´ - mit einer illustren Gästeliste: Ihr Schwager Castro hat seine besten Jahre als Star-Moderator im Fernsehen hinter sich. Castros Ex-Frau Héléne und Schwester von Nathalie macht wieder einmal nur Werbung für ihr neustes Flüchtlingsprojekt. Deren Tochter Nina ist kurz davor, ihren zweiten Roman zu veröffentlichen, in dem ihre Eltern nicht gerade gut wegkommen. Unaufhaltsam füllt sich der Garten mit Menschen aller Art, aus der Stadt und vom Land, Möchtegern-Stars, Hipstern und Lebenskünstlern, YouTubern und Influencern, Musikern und mittendrin die hoffnungslos verknallte Kellnerin Samantha, die nur Eines will – ein Selfie mit Castro. Man bewundert und verachtet sich, tanzt und singt, fühlt sich cool und lebendig – und vielleicht ein bisschen einsam auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten. Als die Champagner-Korken knallen und die Party in vollem Gange ist, fallen unaufhaltsam die zivilisierten Masken und geben den Blick frei auf ein unberechenbares Pulverfass der Emotionen...

 

Kritik:

Mit „Champagner & Macarons“ ist eine gelungene Komödie der heutigen Gesellschaft entstanden. Wenn man nicht so ist, wie die Allgemeinheit, ist man gleich weg vom Fenster. In der Komödie werden die Abgründe, aber auch die polierten Oberflächen sehr gut interpretiert.

Eine humorvolle Komödie mit einem gefühlvollen Soundtrack sorgt mit einer berührenden Geschichte, u. a. mit politischen Themen, für gute Unterhaltung.

Der Film ist ein gutes Beispiel für all diejenigen, die sich was vormachen oder die sich einreden, dass sie ohne Fernseher nicht sein können. Der Beweis hier zeigt wieder einmal, dass man auch gut ohne Fernseher zurecht kommen kann. Es wird aber auch gezeigt wie es ist, wenn sich die Nachbarn rücksichtslos verhalten und bis spät in die Nacht Partys feiern.

Die Botschaft, die der Film wiedergibt, dass man von einem jüngeren ausgetauscht wird, wenn man ein gewisses Alter erreicht hat, ist genauso real wie die anderen Themen des Films, in denen es um Flüchtlinge, Youtuber und Drogen geht.

Es lohnt sich auch den Abspann abzuwarten, denn auch dieser hält noch eine ganz kleine Szene bereit.