CAPERNAUM - Stadt der Hoffnung

Genre: Drama

FSK: ab 12 Jahren

Darsteller: Zain al Rafeea, Yordanos Shiferaw, Boluwatife Treasure Bankole, Kawthar Al Haddad, Fadi Kamel Youssef, Cedra Izam,…

Produzenten: Khaled Mouzanar, Michel Merkt

Regisseurin: Nadine Labaki

 

Verleih: Alamode Filmverleih

Kinostart: 17.01.2019

 

Inhalt:

Zain ist gerade einmal zwölf Jahre alt. Zumindest wird er auf dieses Alter geschätzt. Der Junge hat keine Papiere und die Familie weiß auch nicht mehr genau, wann er geboren wurde. Nun steht er vor Gericht und verklagt seine Eltern, weil sie ihn auf die Welt gebracht haben, obwohl sie sich nicht um ihn kümmern können. Dem Richter schildert er seine bewegende Geschichte: Was passierte, nachdem er von zu Hause weggelaufen ist und bei einer jungen Mutter aus Äthiopien Unterschlupf fand und wie es dazu kam, dass er sich mit ihrem Baby mittellos und allein durch die Slums von Beirut kämpfen musste. Ein Kind klagt seine Eltern an und mit ihnen eine ganze Gesellschaft, die solche Geschichten zulässt...

 

Kritik:

Capernaum – Stadt der Hoffnung“ erzählt in visuell eindrucksvollen Kinobildern die Geschichte von den Lebensumständen jener, die von einem besserem Leben träumen, aber in unserer Welt keine Chance haben. Die Regisseurin legt die Mechanismen von unglaublicher, sozialer Ungerechtigkeit offen und gibt auf mitreißende Weise denen eine Stimme, die im Schatten leben, oft ohne Ausweispapiere und Arbeitsmöglichkeiten. Es ist aber auch ein Film von großer Empathie und Menschlichkeit...

Capernaum – Stadt der Hoffnung“ ist ein zugleich beeindruckendes, einfühlsames und zu Tränen rührendes Flüchtlingsdrama.

Gesetze wie, dass ein 11-jähriges Kind verheiratet werden muss, gehören verboten. Der Film thematisiert neben Zwangsheirat auch Kindesmissbrauch und gibt die Botschaft von mangelnder Erziehung bestens wider. Wenn man sich nicht um seine Kinder kümmern kann oder will, so sollte man auch mit dem Zeugen aufhören.