BORDER (Gräns)

Genre: Drama, Fantasy

FSK: ab 16 Jahren

Darsteller: Eva Melander, Eero Milonoff, Jörgen Thorsson, Ann Petrén, Sten Ljunggren, Kjell Wilhelmsen, Rakel Wärmländer, Andreas Kundler, Matti Boustedt,…

Produzenten: Meta Louise, Foldager Sörensen, Tomas Eskilsson, Louis Tisné,…

Regisseur: Ali Abbasi

 

Verleih: Wild Bunch Geramany

Kinostart: 11.04.2019

 

Inhalt:

Die Grenzbeamtin Tina ist eine bemerkenswerte Erscheinung. Ihr seltsam geschwollenes Gesicht, ihr bohrender Blick und ihre körperliche Kraft verleihen der jungen Frau etwas Animalisches. Tina hat zudem eine besondere Fähigkeit: Sie kann Angst, Scham und Wut anderer Menschen wittern.

Ihr Talent macht sich der schwedische Grenzschutz erfolgreich zunutze, um Kriminelle aufzuspüren. Dennoch fühlt sich Tina seltsam fremd unter ihren Mitmenschen und lebt einsam und naturverbunden als Außenseiterin in den Wäldern. Doch dann begegnet sie Vore, der ihr auffallend ähnlich sieht und bei dem ihre Begabung an ihre Grenzen stößt. Tina ahnt, dass Vore etwas zu verbergen hat. Er wirkt so unbefangen, wild und erstaunlich frei. Er wirkt ungemein anziehend auf sie. Bei ihm spürt Tina eine Vertrautheit, die ihr bisher fremd war. Als sich die beiden näherkommen, offenbart Vore ihr ihre mystische Herkunft. Dieses Wissen bringt aber nicht nur neue Freiheiten, sondern auch unbequeme Herausforderungen mit sich, denen sich Tina stellen muss...

 

Kritik:

Border“ ist mutig, aber auch finster wie ein Märchen. Der Film bietet eine phantastische Geschichte, die so behutsam wie berührend Grenzen sprengt. Zwischen Identität und Selbstbestimmung ist eine hinreißende Fabel, deren raue Magie die Zuschauer gefangen mit auf eine Reise nimmt.

In „Border“ oder auch im schwedischen „Gräns“ genannt, geht es um persönliche, gesellschaftliche Grenzen und übers Grenzen überschreiten bis hin zu politischen Grenzen.

Der Film ist seltsam. Dafür ist er aber ein echtes Highlight mit ein paar Momenten, die zu Tränen rühren und wütend machen. Wütend auf die Politik, aber auch wütend auf Behörden und all diejenigen, die mit den Gesetzen zu tun haben.

Wenn man sich auf den Film einlässt und im Kinostuhl zurücklehnt, gelingt es einem auch, sich zu entspannen, den Film zu genießen und sich von der Geschichte und der großartigen Besetzung fesseln zu lassen. Alles in allem ist es ganz großes Kino! Den Film sollte man sich auf alle Fälle anschauen!

Es geht auch um Identität und Minderheit. Wer schon immer ein Einzelgänger war oder anders ist als die Allgemeinheit, der wird sich sicher schnell mit dem Film identifizieren können, denn auch im Film geht es darum, anders zu sein und sich trotzdem in die Gesellschaft zu integrieren, was leider in Zeiten der heutigen Arroganz nicht ganz einfach ist. Da wird man schnell mal von oben herab angeschaut, wenn man nicht der Allgemeinheit entspricht. Nicht zuletzt geht es aber auch ums Entscheidungen treffen und das es manchmal gar nicht so leicht ist, die richtige Entscheidung zu treffen. Sicherlich stand jeder schon einmal vor einer wichtigen Entscheidung und konnte sich nicht entscheiden.